Android Sicherheit: Berechtigungen einstellen, Sichere Apps und Quellen nutzen!

Smartphones bieten viele Angriffsstellen, da mit den Apps vom Google Play Store zum einen eine Riesenauswahl an Apps aus aller Welt aus aller Hand zur Verfügung steht zum anderen aber auch wenig kontrollierbar ist und somit risikoreicher. Der App-Store von Apple ist da stärker isoliert. Zudem nutzten die meisten es regelmäßig zum Surfen im Internet, was ohne vernünftige Sicherheitsvorkehrungen Missbrauch Haus und Hof öffnet. Daher zeigen wir hier weitere Tipps, Tricks und Sicherheits-Apps für Android-Smartphones.

App-Installation

Zuerst sollte man sich vor Augen führen, ob man eine App wirklich braucht, bevor man sie installiert. Jede App führt dem Unternehmen, welches es entwickelte, die Daten des eigenen Smartphones zu. Das beinhaltet persönliche Daten und Kontakte wie auch GPS-Daten, die es ermöglichen, ein detailliertes Persönlichkeitsprofil zu erstellen.

Zugriffsrechte für Apps prüfen und deaktivieren

Leider kann man nicht für jede App einstellen, welche Informationen man für die App freigeben will, obwohl nicht alle abgefragten Apps auch für die Funktion der Apps notwendig sind. Dazu benötigt man zusätzliche Sicherheit-Software

Wir empfehlen Ihnen SRT:AppGuard zu installieren. Dank dieser App lassen sich einzelne Apps sperren, überwachen und deren Berechtigungen bearbeiten. Allerdings gilt das nicht für vorinstallierte Apps.

Installation aus unbekannter Herkunft verbieten

Es gibt aber eine weitere Sicherheitseinstellung, die man vornehmen kann. Wie bereits erwähnt, können die im Google Play Store angeboten Apps von überall herkommen, Google bietet hier vor allem die Distributionsplattform und unterzieht nicht allen Apps einer kritischen Prüfung. Daher ist es sinnvoll Apps aus unbekannter Herkunft einzuschränken. Das kann man unter Einstellungen im Menüpunkt Sicherheit bei Unbekannte Herkunft tun:

Einstellungen   Allgemein [Tab]   Sicherheit   Unbekannte Quellen

Installation aus unbekannter Herkunft verbieten

Automatisches Speichern von Passwörtern deaktivieren

Weiterhin sollte man das automatische Speichern von Passwörtern deaktivieren und sich regelmäßig bei social media Apps ausloggen.

Und um zum ersten Punkt zurückzukehren, hat man die Sinnhaftigkeit von Apps erst eruiert, lohnt es sich alle nicht verwendeten Apps zu deinstallieren.

Sichere Apps nutzen

Sichere AppsWo wir schon einmal beim Thema Apps sind, App ist nicht gleich App. Es gibt gravierende Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Apps und den Sicherheitsphilosophien und -vorkehrungen der Unternehmen, die diese veröffentlichen. So ist es unermesslich sich mit den Sicherheitsvorkehrungen verschiedener Apps auseinanderzusetzen bei der Entscheidung für Dienste, die man gerne nutzen möchte.

Beispielweise möchten sicherlich viele Nutzer Instant-Messenger nutzen. Aber muss man dafür gleich das von Facebook aufgekaufte WhatsApp nehmen? Es gibt wesentlich mehr Apps, welche die gleiche Funktionalität haben, aber besser auf Datenschutz achten. Wir berichteten z.B. bereits über den Instant-Messenger Threema, den es sich wirklich anzuschauen lohnt.

Hier sind ein paar unverzichtbare Sicherheits-Apps:

  • HotSpot Shield

    hilft beim anonymen Surfen in öffentlichen W-Lan-Netzwerken. Die Verbindung wird über einen amerikanischen Proxy-Server hergestellt. Damit wird zum einen die eigene Identität gestützt und man kann zusätzlich bestimmte Geo-Codes umgehen. Zur Anbieterseite www.hotspotshield.com.

  • TunnelBear

    ist eine Alternative mit 1-Click-Control und verschiedenen VPN-Servern in der Welt. Dafür ist die kostenfreie Nutzung stärker limitiert. Zum Anbieter: www.tunnelbear.com

  • KePassDroid

    ist ein mobiler Passwortmanager. Weiterhin bietet die App eine Benutzerkontenverwaltung, die die Sicherheitseinstellungen aus dem ersten Teil einfacher machen. Details finden Sie unter: www.keepassdroid.com.

  • Redphone

    ermöglicht die mit end-to-end-verschlüsselte Telefonverbindung zwischen zwei Redphone-Nutzern. Damit wird es erheblich schwerer Gespräche zu überwachen. Mehr über die App finden Sie in unserem Testbericht.

  • Pry-Fi

    bietet ein paar nette Einstellungen für das Verbinden mit Wi-Fi-Netzwerken. Zum Einen kann man das automatische Verbinden komplett unterbinden oder man unterbindet das Weitergeben aller erkannten Netzwerke und das randomisieren der eigenen MAC-Adresse. Hier geht es zum Download bei Google Play Store.

  • Android Geräte-Manager

    kann ihr Gerät fernsteuern, aus der Ferne lokalisieren oder Daten zu löschen. Das ist gut beim Verlust aber öffnet auch Fremdfernsteuerung die Tür, wenn man nicht vorsichtig ist.

Wie bei jeder App gilt auch bei Sicherheits-Apps das sie Apps sind. Das bedeutet, das Unternehmen diese nicht aus Herzensgüte kostenfrei der Welt zur Verfügung stellen. Auch hier sollte man vorsichtig sein welche Apps man installiert und überprüfen welche Daten von den Apps genutzt werden.

Trojaner, Malware und Viren

Android rotBeim Thema Antviren-Software im ersten Teil klang dieses Thema bereits an, aber ein weiterer Blick ist sinnvoll. Mit Antiviren-Software schützt man sich vor allem vor schädlicher Software wie Viren. Aber sie schützen auch vor Trojanern. Allerdings sind diese auch schwerer zu erfassen und daher ist das Risikopotential ein wenig höher.

Es gibt eine weitere Schutzmaßnahme: Genau überlegen welche Daten man seinem eigenen Smartphone anvertraut. Denn das sind die einzigen Daten die Trojaner oder Malware potentiell nutzen können. Niemals sollte man mTANs, Passwörter oder Zugänge für das Online-Banking auf dem Telefon speichern. Solche sensitiven Daten sollten auch niemals per SMS verschickt werden, aufgrund des immer häufiger stattfindenden SMS-Phishings.

Malware und Trojaner können auch dazu führen, dass man plötzlich eine horrende Rechnung bekommt, weil man angeblich ein Abo irgendwo abgeschlossen hat oder kostenpflichtige SMS-Premium-Dienste nutzt. Gut ist es, die im vorherigen Abschnitt genannten Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Darüber hinaus kann man bei seinem Mobilfunkprovider die Nutzung kostenpflichtiger Zusatzdienste sperren lassen.

Fazit

Wie bei so vielen Dingen gilt die beste Lösung auch wenn es um Datenschutz geht: Gebrauch des gesunden Menschenverstands. Wenn man vorsichtig mit seinen Daten umgeht und das auch in Bezug auf sein Smartphone, die entsprechende Sicherheit-Software installiert, dann kann man nicht 100%ig ausschließen mal Opfer von Datenklau, Virenattacken oder Trojanern zu werden, aber man kann das Risiko enorm eingrenzen und den potentiellen Schaden im Voraus minimieren.

Die meisten Horrorgeschichten von denen man hört oder die man liest beginnen damit, dass jemand der unvorsichtig mit seinen Daten oder Geräten umgegangen ist. Daher gilt, dass man vorsichtig und umsichtig mit seinem Android-Smartphone umgehen sollte.

Anschließend empfehlen wir Ihnen den Artikel über Antiviren-Software, den Superuser und grundlegende Schutzeinstellungen des Smartphones zu lesen.

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