BMVI: 700 MHz soll weltweit zum Mobilfunkstandard werden

Die, alle vier Jahre stattfindende, Weltfunkkonferenz steht an und das deutsche Verkehrsministerium hat sich hierfür hohe Ziele gesetzt. Die Weichen für den Mobilfunkstandard der Zukunft sollen gestellt werden. Allerdings ist fraglich, ob dies so durchsetzbar ist.

Zu schnell für andere Länder – Zu langsam für die Netzbetreiber

Vor allem will das Ministerium die Weichen stellen, die es ermöglichen die 700 MHZ Frequenz, die heute mehrheitlich von DVB-T genutzt wird, einheitlich für Mobilfunk zu verwenden. Hierzu müssten die Nachbarländer allerdings ihre Frequenzen ändern, die derzeit noch deutlich stärker für Fernsehen genutzt werden als hierzulande.

700 MHzSonst wäre es schwer Geräte mit entsprechenden Chipsätzen günstig auf den Markt zu bekommen. Außerdem hätten die Mobilfunkbetreiber mit Störungen zu kämpfen, die in Grenznähe durch das Fernsehen des Nachbarlandes unvermeidbar wären.

Die nächste Generation des Mobilfunks

Ebenfalls soll Vorarbeit geleistet werden, für die Einführung der nächsten Generation des Mobilfunks, 5G. Absprachen, die eine gemeinsame Richtung auf internationalem Niveau ermöglichen, sollen bei der Konferenz getroffen werden. In Jahr 2019, also in 4 Jahren zur nächsten Konferenz sollen diese dann in Beschlüssen fest umgesetzt werden.

Ragen wirft dieser Zeitplan auf da die Mobilfunkbetreiber sicherlich einen früheren Start bevorzugen würden. Die Schweiz beispielsweise will GSM bereits 2020 abgeschaltet haben, um die entsprechenden Frequenzen dann nutzen zu können. Bei jetzigen Zeitplan könnte Deutschland hiermit nicht mithalten.

Highspeed auch über DSL

Auch das schnelle Internet über die Telefonleitung soll durch neue Gesetze schneller vorangerieben werden, wie das Ministerium mitteilte. Hier soll beispielsweise festgelegt werden, dass bei der Ersterschließung eines Neubaugebiets sofort auf Glasfaser zurückgegriffen werden muss und auch bei Straßenarbeiten eine Modernisierung der darunter liegenden Leitungen zur Pflicht wird. Denn, so ließ das Ministerium sinnbildlich verlauten, wenn im ländlichen Gebiet kein schnelles Internet Fuß fassen würde, dann bestünde dort auch keine Zukunft für Menschen und Firmen.

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