British Telecom & Alcatel-Lucent: 5 GBit/s ohne Glasfaser

In frühen Laborversuchen konnte BT in Großbritannien einen neuen Rekord der Datenübertragung über Kupferkabel aufstellen. 5Gbit/s wurden hierbei erreicht. Die zugrundeliegende Technik heißt G.fast und soll voraussichtlich 2016 auch in Deutschland starten

G.fast – schnell im Kupferkabel

Dank besonders hoher Frequenzen, die bei der Datenübertragung genutzt werden und Vectoring, was bei ungeschirmten Leitungen das Problem des Übersprechens löst, können höhere Geschwindigkeiten erreicht werden.

Der Laborversuch ergab die sagenhaften 5Gbit/s zwar nur auf eine Entfernung von 35 Metern erreicht und sank bei weiteren Entfernungen deutlich ab, dennoch ermöglicht die Technik, die BT und Alcatel-Lucent gemeinsam erforschen, weitaus schnellere Datenraten, als dies beim vergleichbaren DSL möglich ist. Außerdem handelte es sich nicht um das ursprüngliche G.fast, sondern um eine mögliche Ausbaustufe, die den Namen XG.fast trägt.

G.fast im realen Umfeld

G.fastIm Nachbarland Schweiz konnten ebenfalls schon Testläufe unternommen werden. Hier wurde ein Pilotversuch im realen Leitungsnetz durchgeführt. Dabei wurde mit Kunden der Gemeinde Biberen getestet und es kam zu Übertragungsgeschwindigkeiten von 285-402 Mbit/s im Downstream und 85-109 Mbit/s im Upstream.

In England wird G.fast derzeit im Leitungsnetz um Huntingdon und Gosforth getestet, wobei Haushalte mit Geschwindigkeiten von bis zu 330 Mbit/s beliefert werden. Mit fortschreitendem Glasfaserausbau, wodurch die Strecken, die es durch Kupfer zu bewältigen gilt kürzer werden, rechnet man damit großflächig bis zu 500 Mbit/s anbieten zu können.

Der G.fast Start in Deutschland

Gerade auf der letzten Meile, die das Haus mit den Glasfasernetzen verbindet, kann mit G.fast ab 2016 auch hierzulande eine Verbesserung erzielt werden. Dies ist jedenfalls der erwartete Starttermin. Allerdings gilt auch hier, dass der Effekt nur dort stark greift, wo Glasfaser verlegt wurde.

Gemeinden die heute fast abgeschnitten von einer modernen Infrastruktur sind und seit langem auf eine Modernisierung der Leitungen pochen werden auch von G.fast deutlich weniger profitieren, als andere.

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