Das digitale Deutschland Ticket – Fahrkarten ab 2019 nur noch als E-Ticket und Handy Ticket

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will die Fahrkarte aus Papier im öffentlichen Nah-und Fernverkehr abschaffen. Bis 2019 soll es deutschlandweit, bis auf Ausnahmen nur noch Chipkarten und das Handy Ticket geben.

Das Handyticket auf Bundesebene?

Für uns ist diese Meldung natürlich vor allem aufgrund des Handytickets interessant. Dieses soll dann nämlich auf Grundlage einer bundesweit einheitlichen Plattform gebucht werden können. In der Theorie soll also endlich nur noch eine App nötig sein um in ganz Deutschland Tickets von privaten oder städtischen Anbietern buchen zu können. Für Aufwind für das digitale Ticket dürfte dies durchaus sorgen.

Millionenförderungen für einheitliche Plattform

16 Millionen Euro stellt das Verkehrsministerium für sein ehrgeiziges E-Ticket bereit. Diese fließen keinesfalls in die Entwicklung einer App. Vielmehr soll eine einheitliche Norm geschaffen werden, sodass alle Apps und Internetseiten auf ein einheitliches Backend zurückgreifen können. Nahtlose Ticketbuchungen und Fahrplanverfügbarkeiten. Apps für den Endanwender gibt es sicher auch weiterhin mehrere. Dank Einheitsstandard vielleicht sogar mehr als zuvor, sodass sich jeder die aussuchen kann, die seinem Komfort-Empfinden entgegenkommt.

Kein Nahverkehr ohne Smartphone?

E-TicketGehen wir kurz davon aus, dass dieser Zeitplan sich nicht so entwickelt, wie andere große digitale Pläne der Regierung. Was ist dann mit jenen Senioren oder bedürftigen, die vielleicht gar kein Smartphone nutzen? Für diese soll es Chipkarten geben, wie sie heute mit der Bahncard oder diversen Abo- Angeboten regionaler Verbünde schon existieren. Auch hier muss investiert werden. Denn selbst da, wo es schon Standards gibt, passen diese nicht immer zueinander. So könnte aber künftig auch wer kein Smartphone hat mit der regionalen Karte seines Verbundes in der U-Bahn in Berlin bezahlen.

In diesem Zusammenhang schimpfen auch bereits erste Datenschützer. Egal ob Chipkarte oder Smartphone fürchten sie die Bewegungsprofile, die damit erstellt werden könnten.

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