Der Sargnagel für kostenloses EU-Roaming?

Trotz vollmundiger Versprechungen scheint die EU alles daran zu setzen, dass der Wegfall der EU-Roaming Gebühren doch nicht zustande kommt, oder den Nutzer an anderer Stelle teuer zu stehen kommt. Dies lässt sich nach einem Entschluss festhalten, den der Ministerrat des EU-Parlaments vergangene Woche gefasst hatte.

Roaming im Großhandel bleibt unzumutbar teuer

Dabei geht es um die Großhandelspreise für Datenvolumen im Roaming. Dies ist der Preis, den sich verschiedene nationale Anbieter höchstens gegenseitig in Rechnung stellen dürfen, wenn die Kunden auf Roaming zurückgreifen. Dieser soll zukünftig bei vorerst 10 Euro pro GB Volumen liegen und bis 2021 schrittweise auf 5 Euro abgesenkt werden.

Verträge könnten teurer werden oder Roaming bleibt gebührenpflichtig

EU-RoamingDieser Beschluss hat zur Folge, dass Verträge und Prepaid Angebote auf Dauer teurer werden könnten. Denn bereits im Prepaid Sektor gibt es zahlreiche Discount Angebote, die 1 GB Volumen für knapp unter 10 Euro enthalten. Reist nun ein Nutzer mit diesem Angebot ins Ausland und darf sein Volumen dort voll nutzen, dann zahlt der Anbieter schon alleine wegen der Roamingkosten drauf, statt wenigstens eine schwarze Null zu schreiben. Um sinnvoll zu wirtschaften müsste der Tarif grundlegend teurer werden oder zumindest mit einer Sondergenehmigung, die grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist, Roaming Gebühren enthalten.

Das Aus fürs kostenlose EU-Roaming?

Unserer Ansicht nach ist dies nun womöglich der lange befürchtete Sargnagel für kostenloses Roaming in Europa. So oder so wird der Nutzer sich an den teuren Großhandelskosten beteiligen müssen. Hierunter leiden vor allem die Angebote der Discount- Anbieter. Die Netzbetreiber selbst haben in ihren Preismodellen meist noch genug Spielraum um dies zu verkraften. Fairer Wettbewerb ist hier nicht mehr gegeben.

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