Deutsche Glasfaser: Bundesweiter FTTH-Ausbau geplant

Außerhalb der Städte und bisher nur in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachen und Schleswig-Holstein verlegt die Deutsche Glasfaser GmbH Kabelanschlüsse bis ins Haus (Fiber To The Home; kurz: FTTH). Der seit kurzem erst in seinem Amt tätige CEO Uwe Nickl erklärte im Handelsblatt seine Pläne, bundesweit aktiv zu werden.

Expansion durch staatliche Mittel

Insgesamt liegen im Topf für die Breitbandförderung in Deutschland 2,7 Milliarden Euro. Die Deutsche Glasfaser hat sich davon bisweilen nicht beeindrucken lassen. Durch die Möglichkeit, ins gesamte bundesdeutsche Gebiet zu expandieren, hat sich der Blickwinkel allerdings geändert. Nun sollen mit Fördermitteln bis Ende 2016 noch einmal bis zu 200.000 Häuser mit Kabelanschlüssen versorgt werden.

Natürlich kann nicht alles von staatlichen Mitteln finanziert werden. Der ambitionierte Plan von Uwe Nickl sieht aber insgesamt Ausgaben von 1,5 Milliarden seitens der Deutschen Glasfaser für den Ausbau in Deutschland vor. Zumindest Teile sollen aus dem Fördertopf getilgt werden – dafür läuft nun die entsprechende Bewerbung.

450 Millionen Euro aus New York

Deutsche GlasfasrDie Deutsche Glasfaser GmbH wurde vom niederländischen Bauunternehmen Reggeborgh ins Leben gerufen. Mitte letzten Jahres gab Reggeborgh die Mehrheit an der deutschen Firma auf und trat diese an die New Yorker Firma KKR ab. Diese hat für die Unterstützung im Wachstum der Deutschen Glasfaser 450 Millionen Euro an Finanzmitteln zugesagt.

Der bundesweite Ausbau kann damit zumindest für eine Anfangsphase geplant werden. Zudem verfährt der Anbieter kostengünstiger und schneller als die Konkurrenz. In einer Meldung vom Januar 2015 haben wir Ihnen die sog. mindertiefe, offene Verlegetechnologie schon einmal aufgezeigt.

Micro-Trenching ist auch bei der Telekom angekommen

Das einfachere, zeit- und kostensparende Verfahren für das Verlegen von Glasfaser-Leitungen ist mittlerweile auch bei den großen Netzbetreibern angekommen und wurde als Alternative zum umfangreichen, langwierigen und kostenintensiven Tiefbau erkannt. Wie wir Ihnen unter anderem in dieser Meldung vom April aufgezeigt haben, kommt das Micro-Trenching genannte Verfahren auch bei der Telekom zum Einsatz.

0 Kommentare

Antwort lassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

 prepaid-flat.net
logo