Digitalisierung: Arbeitsplatz der Zukunft bei Telefónica

Im Rahmen des Telefónica BASECAMP in Berlin hatte Dr. Nanne Hahn von Telefónica (Director Talent, Development & HR Strategy) erläutert, wie die zunehmende Digitalisierung sich auf Führungsstrukturen und Arbeitsformen in modernen Unternehmen auswirkt und bei Telefónica teils schon gelebt wird.

Weniger Hierarchien

Einer der wohl interessantesten Aspekte ist der, dass Telefónica für die Zukunft eindeutig weniger hierarchische Führungsstrukturen als sinnvoll ansieht. Mit moderner Datenanalyse sollten auch Mitarbeiter der unteren Ränge Zugriff auf Daten bekommen, die traditionell eher der Geschäftsführung vorbehalten waren. Denn diese kann ihr Potential nur dann voll ausschöpfen, wenn Erkenntnisse schnell umgesetzt werden.

Telefónica - Arbeitsplatz 4.0Ohne, dass es lange, lähmende Entscheidungswege gibt. In der Folge müssen sich Führungskräfte aber eher hinterfragen lassen. Denn immerhin fallen Fehler den Mitarbeitern eher auf, wenn diese Einblicke in die Fakten hatten. Auch Mitarbeitern sollten wieder eher Fehler erlaubt werden. Denn sonst wird sich keiner trauen, die Daten zu verwenden um tatsächlich selbstständig zu reagieren.

Künstliche Intelligenzen und Entscheidungen

Eine Art künstliche Intelligenz unterstützt Mitarbeiter beispielsweise bei Telefónica selbst bei Entscheidungen. Digital Brain heißt diese. Eine Datenbank, die selbstständig analysiert und Hinweise gibt. Dabei sei der Mensch aber wichtig. Nur der, der versteht wie eine Datenbank funktioniert könne deren Ergebnisse auch richtig deuten. Das Denken den Maschinen zu überlassen, nur, weil diese Daten schneller erfassen und auswerten können, wäre ein Fehler.

Moderne Arbeitsplatzstrukturen

Ebenfalls wichtig für die Zukunft seien moderne Arbeitsplatzstrukturen. Telefónica selbst schaffte am Standort München bereits das „Silodenken“ ab, indem Mitarbeiter innerhalb einer Abteilung zwar in Büros einen festen Bereich haben, innerhalb diesem Bereich aber den Schreibtisch täglich frei wählen können. Im sehr positiven Ergebnis stünde ein deutlich besserer Austausch der Mitarbeiter und sehr positives Feedback. Ebenfalls erst mit der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft so richtig häufig möglich sei das Arbeiten von überall. Ob im Büro, Zuhause oder im Café.

Manche Arbeiten lassen sich heute von überall aus erledigen. Auch hier soll in Zukunft mehr Freiheit für die Mitarbeiter möglich gemacht werden. Natürlich innerhalb vertraglicher Arbeitszeiten. Eine digitale Stechuhr hilft hier nur bedingt. Daher sei auch hier ein Wandel in der Unternehmensführung nötig. Es muss wieder mehr auf Mitarbeiter vertraut werden, beim Modell „Arbeit 4.0“.

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