Frankfurt: Willkommen in der Daten-U-Bahn

Die auf dem deutschen Markt aktiven Netzbetreiber Telefónica, Telekom und Vodafone sind dafür bekannt, sich gegenseitig durch das schnellste Netz und das beste Angebot ausstechen zu wollen. In Frankfurt hingegen steht demnächst ein partnerschaftliches Projekt an, welches das mobile Internet in die großen U-Bahn-Linien bringen soll.

Empfangsloch Frankfurter U-Bahn

Die etwa 300.000 Fahrgäste, welche in der Frankfurter U-Bahn täglich unterwegs sind, werden bei jeder Fahrt praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Surfen im Internet oder das schnelle Beantworten von E-Mails ist dort bislang ausgeschlossen. Von Datenautobahn kann dort keine Rede mehr sein, wo sie viele Menschen täglich besonders dringend bräuchten. Dem wollen die großen Netzbetreiber nun ein Ende setzen.

Mobiles Internet ab Sommer 2016

Frankfurt: Willkommen in der Daten-U-BahnMit einer gemeinsamen Netzinfrastruktur aus Glasfaser und Sendestationen sollen die Kunden der Betreiber in Zukunft in den größten Linien und U-Bahnhöfen den Zugriff auf schnelles LTE von bis zu 150 MBit/s erhalten. Hierzu sind gemeinsame Neuinvestitionen von 3,5 Millionen Euro eingeplant.

Telefonieren ist zwar schon seit 1998 in den U-Bahnen Frankfurts möglich, die betagte GSM-Technik (2G) kann jedoch kein schnelles Internet liefern. Als Vorbild für das groß angelegte Modernisierungsprojekt, welches die Telefónica (o2 und E-Plus), Vodafone und die Telekom gemeinsam angehen, gilt ein Projekt, das bereits in München die gemeinschaftliche Datenautobahn erfolgreich in den Untergrund brachte.

In Frankfurt sollen die Baumaßnahmen bis zum frühen Sommer des nächsten Jahres fertig gestellt sein. Der laufenden Bahnverkehr soll bis dahin nur minimale Störungen erfahren, da größtenteils auf Nachtarbeiten gesetzt wird.

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