Handy oder Smartphone am Steuer soll zukünftig härter bestraft werden

Schnell mal den Messenger checken, eine neue Route berechnen lassen, überprüfen, wo das nächste Pokémon ist, oder einfach nur telefonieren: die Nutzung des Handys wurde mit dem Aufkommen der Smartphones nicht nur umfangreicher, sondern auch gefährlicher. Vor allem wer sein Smartphone hinterm Steuer nutzt, der bringt sich und andere in Gefahr. Das soll nun adäquater bestraft werden.

Gestiegene Unfallzahlen können auf Smartphones beruhen

Am Dienstag wurde vom Statistischen Bundesamt die aktuelle Verkehrsunfallstatistik veröffentlicht. Aus dieser geht hervor, dass im Jahr 2015 insgesamt 3.459 Menschen auf den Straßen Deutschlands ums Leben kamen. Im Jahr 2014 waren es 3.377 Verkehrstote. Die aktuelle Statistik gibt damit unter anderem den dritten Anstieg dieser Zahl an – nach Jahrzehnten des Rückgangs.

Smartphone am SteuerNatürlich muss es dafür Gründe geben – und diese können getrost in der ständigen Nutzung des Smartphones gesucht werden. Neben Telefonaten und Kurznachrichten benötigen auch viele Apps die volle Aufmerksamkeit des Nutzers. Wird diese während der Fahrt abgerufen, dann kann es zu schweren Folgen kommen.

Strafen sollen drastischer werden

Unter anderem der SPD-Verkehrsexperte Martin Burkert und der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, reagierten auf die neuen Zahlen mit der Forderung nach schärferen Strafen. Bisher wird die Handynutzung am Steuer nämlich nur mit einem Punkt und 60 Euro Bußgeld bestraft, was nicht sehr abschreckend ist.

Dem Handelsblatt nach sagte Martin Burkert beispielsweise: „Die Nutzung von Handy oder Tablet am Steuer sollte meiner Meinung nach mit einem Monat Fahrverbot geahndet werden.“ Gleiches fordert – im Zusammenhang mit höheren Geldstrafen auch Rainer Wendt: „Wir sollten zum Punkteeintrag ein Bußgeld von mindestens 180 Euro und ein vierwöchiges Fahrverbot aussprechen, das ist die richtige Antwort auf diesen lebensgefährlichen Leichtsinn.

Auch die Union ist für härtere Ahndung von Smartphones am Steuer

Ulrich Lange, der verkehrspolitische Sprecher der Union im Bundestag sagte überdies: „Wer während der Fahrt tippt, surft oder mit dem Handy in der Hand telefoniert, riskiert Menschenleben“ – dieses Verhalten sei mit den aktuellen Strafen von einem Punkt und 60 Euro „zu milde sanktioniert“. Außerdem soll es mehr automatisierten Schutz geben –vor allem in LKWs: „Lkws brauchen automatische Notbremssysteme für das Stauende oder Abbiegeassistenten gegen den toten Winkel.

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