Kommunale Eigeninitiative beim Breitbandausbau: Markt Indersdorf mit Glasfaser

Bei allem Hin und Her in Sachen Breitbandausbau, Vectoring im DSL-Bereich und den damit verbundenen Rechten und Pflichten sind zukunftsorientierte Kommunen und Städte oft auf sich allein gestellt. Und anstatt nur tatenlos zuzusehen und auf eine Entscheidung zu warten, nehmen einige Ortschaften ihr Glück selber in die Hand. So auch der bayrische Ort Markt Indersdorf, der zukünftig mit 1 GBit/s surfen kann.

Markt Indersdorf jetzt mit Glasfasernetz

Eineinhalb Jahre hat der Ausbau gedauert und es wurden auf den rund 110 km Netzstrecke, die sternförmig versorgt wird, ca. 930 km Glasfaserkabel verlegt. In einigen Gebäuden liegen die Leitungen direkt bis in die Wohnungen an (Fiber To The Home; FTTH), bei anderen Immobilien zumindest bis ans Haus (Fiber To The Building; FTTB).

Markt Indersdorf - 1 Gbit/sAuf das Projekt, das einen finanziellen Rahmen von 9,5 Euro hatte, ist nicht nur der Bürgermeister Franz Obesser (CSU) stolz, sondern auch der bayrische Staatsminister Markus Söder (CSU). Laut Süddeutscher Zeitung spricht der Minister beim Netzausbau in Bayern von einer „unglaublichen Dynamik“, da unabhängig von der Bundesrepublik hohe Datenraten und auch öffentliches WLAN geschaffen werden.

Bürgerinitiative und Tele Columbus

Der ambitionierte Breitbandausbau in Markt Indersdorf fußt auf einer Bürgerinitiative, die auch schon in anderen Gemeinden erfolgreich zu einem nachhaltigen Highspeed-Internet geführt hat. Dabei wandte man sich an den Provider Kabel & Medien Service (KMS), ein Subunternehmen des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus.

Bei dem in Eigenregie ausgeführten Glasfaser-Ausbau müssen zwar vorerst die Kosten selbst aufgebracht werden, jedoch werden sie nach Fertigstellung des Netzes wieder eingespielt. Das geschieht durch die Verpachtung des Netzes an den jeweiligen Betreiber, also hier an KMS. Dieser soll in Zukunft zudem Downstream-Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s ermöglichen.

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Ein Quantensprung für den Ort

Neben 3.500 privaten Haushalten werden in Markt Indersdorf auch Gewerbeeinrichtungen mit dem neuen Netz versorgt. „Jetzt haben wir in der Gemeinde einen technischen Quantensprung.“, sagte der Bürgermeister Franz Obesser. Ab August sollen alle angebundenen Haushalte Tarife mit bis zu 400 MBit/s buchen können.

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