Mobile Telephone Networks: Südafrikanischer Mobilfunk-Riese von Nigeria zu Geldstrafe verurteilt

Zu einer Geldstrafe wurde der nigerianische Mobilfunkanbieter MTN (Mobile Telephone Networks) verurteilt, die ihn mehr als nur empfindlich treffen dürfte. Die Hälfte seines Jahresumsatzes muss Afrikas größter Anbieter als Strafzahlung verkraften.

Die Strafe

Satte 5,2 Milliarden macht die Strafe aus, die MTN bezahlen und somit auf die Hälfte eines Jahresumsatzes verzichten muss.

Die dortigen Regulierungsbehörden warfen dem Anbieter vor etwa 5 Millionen registrierte SIM-Karten nicht abgestellt und damit ein erhebliches Sicherheitsrisiko für das Land verantwortet zu haben.

MTN logoDie Erhebung biometrischer Daten bei Mobilfunkkarten ist in Afrika erst seit 2011 eingeführt worden und damit noch vergleichsweise neu. Seither wurden in der Folge insgesamt 17 Millionen SIM-Karten durch die dortigen Betreiber deaktiviert.

Ausmaße und Folgen der Strafe

Dass es sich bei der Strafe durchaus um bedeutende Summen handelt lässt sich nicht nur daran festmachen, das der halbe Jahresumsatz von MTN für die Strafzahlung aufgebracht werden muss, sondern auch daran, dass die Strafe immerhin einem vollen Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung Nigerias entspricht.

Außerdem wären rund 17 Jahre Umsatz mit den verbotenen Karten nötig, um diesen Betrag zu erhalten. Der Geschäftsführer musste sofort zurücktreten und sein interimsmäßiger Nachfolger hat eine Frist bis zum 16. November gesetzt bekommen die Strafe zu verhandeln. Die Aktien des Unternehmens verloren zeitweise bis zu 25 Prozent ihres Wertes.

Politische Hintergründe nicht ausgeschlossen

Insider der Region vermuten hinter der Strafe weitaus mehr als nur strenges Regulieren. Es wird gemunkelt die Strafe habe eher etwas mit einer Rivalität innerhalb Afrikas zu tun, die seit langem zwischen Nigeria und Südafrika ausgetragen wird.

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