NetCologne geht gegen Telekom-Monopol beim Netzausbau vor

Der deutschen Telekom wird in Sachen Netzausbau gerne eine Monopolstellung nachgesagt. NetCologne zeigt nun, dass dies keinesfalls ein unangreifbares Monopol ist und legt der Bundesnetzagentur einen konkreten Entwurf für eigene Ausbaupläne vor. Damit will NetCologne dafür sorgen, dass etwa 60 Ortsnetze in der eigenen Hand bleiben.

Die Kostenzusage

In der nun vorgelegten festen Investitionszusage versichert NetCologne Investitionen in die Netze, die sich etwa in der Höhe von 43 Millionen Euro bewegen. Die Summe soll bis 2018 in die Aufrüstung der Ortsnetze mit Vectoring- Technologie gesteckt werden.

Zahlenspiele

Die geplante Investition soll sich in folgenden Zahlen zusammenfassen lassen:

  • 200 Hauptverteiler sollen mit Vectoring erschlossen werden
  • 1500 Kabelverteiler sollen mit Glasfaser erschlossen werden
  • 230.000 Haushalte erhalten auf diesem Weg VDSL mit Vectoring

NetCologneBislang hat NetCologne etwa 2700 Kabelverteiler auf der Vectoring- Liste angemeldet. Hiervon sind jedoch erst 1400 mit Glasfaser angeschlossen und in Betrieb.

Kritiken

Im Sinne des Wettbewerbs ist der Vorstoß des Kabelnetzbetreibers sicherlich positiv zu betrachten. Es gibt jedoch auch Kritiker. Gerne wird der Telekom von Konkurrenten vorgeworfen die „veraltete Technik“ der Kupferleitungen immer weiter mit Vectoring zu tunen, satt zeitgemäß Glasfaser zu verlegen.

Die Pläne von NetCologne sehen hier exakt das Selbe Vorgehen vor. Realistisch betrachtet dürfte dies aber den Haushalten, welche tatsächlich durch schnelleres DSL Profitieren, egal sein.

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