Niederländische Verbraucherschützer scheitern vor Gericht gegen Samsung

Wie wir vor rund zwei Monaten bereits berichtet haben, so hatten Verbraucherschützer aus den Niederlanden einen Prozess gegen Samsung begonnen, welcher auf der verbraucherunfreundlichen Update-Politik des Smartphone-Herstellers fußte. Die entsprechende Klage wurde nun abgewiesen. Die Kosten des Angeklagten trägt der Kläger.

Consumentenbond vs. Samsung: Gericht sieht keine Gefährdung

In der Prozess- und Urteilsschrift der Verhandlung als DCA (Dutch Consumers’ Association) benannt, hat der Verbraucherschutzbund aus den Niederlanden Consumentenbond den vorbenannten Prozess nun verloren. Als Kernpunkt der Argumentation, nämlich dass die Nutzer von Samsung durch langwierige Update-Prozesse stark gefährdet seien, wurde das Stagefright-Problem angeführt.

Da das Gericht im Hinblick auf Stagefright, aber auch auf die allgemeine Update-Prozedur bei Samsung keine akute Gefährdung der Nutzer sah, wurde das Verfahren nun Anfang dieses Monats fallen gelassen. In der oben erwähnten Schrift (hier einsehbar) wird unter Punkt 5, der Entscheidung des Gerichts, schlicht das Klagebegehren der DCA abgewiesen.

Verbraucherschützer müssen Kosten von Samsung tragen

Niederländische Verbraucherschützer vs SamsungUnter dem gleichen Punkt wird auch noch festgelegt, dass der Consumentenbond die Gerichtskosten von Samsung in Höhe von 1.435 Euro tragen muss. Diese Summe setzt sich, wie aus Punkt 4.8 hervorgeht, aus den Gerichtskosten von 619 Euro und den Anwaltskosten von 816 Euro zusammen. Außerdem hat das Gericht die sofortige Wirkung der Entscheidung bekanntgegeben.

Fazit zur aktuellen Entscheidung

Samsung war im Grunde nur die Spitze des Eisbergs. Die Verzögerungen in der Update-Politik lassen sich bei vielen Smartphone-Herstellern, welche ihre Geräte mit Android ausstatten, erkennen. Der Grund sind die Anpassungen des Betriebssystems von Seiten der Hersteller, teils für jedes Modell aufs Neue.

Updates, die von Google herausgegeben werden, müssen daher auch erst konfiguriert werden. Dazu kommt, dass einige Netzbetreiber gleichermaßen verfahren. Und das sorgt für enorme Wartezeiten bei Android-Updates sowie im Umkehrschluss zu Sicherheitsrisiken. Ob der Prozess nochmal, aber gegen einen anderen Hersteller, aufgerollt wird, das steht noch aus.

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