o2 versucht sich im Mobile Banking mit komplett mobilem Bankkonto

Der Mobilfunkanbieter o2 will scheinbar weiter an teils ungewöhnlichen Innovationen festhalten. Wie ein entsprechender Blogbeitrag von o2 ankündigt will der Mobilfunkanbieter zum Mobile- Banking- Dienstleister werden und bietet das erste vollständig mobile Bankkonto ab Sommer an.

Bankkonto vom Mobilfunkanbieter o2

Das Mobile Konto von o2 soll komplett auf dem Smartphone verankert sein und, in Zusammenarbeit mit der Fidor AG, einer in Deutschland zugelassenen Direktbank, eine kostenlose Mastercard und diverse Innovative Funktionen beinhalten. Der Dienst startet im Sommer offiziell und befindet sich bereits in einer Testphase. Vorab registrieren kann man sich bereits jetzt.

Vorteile des o2 Kontos

o2 BankingDie Besonderheit des o2 Kontos ist nicht nur, dass es alleine über eine App funktioniert. Auch einige andere, mehr oder weniger innovative Funktionen bietet das Konto. So wird man über Kontobewegungen über die App in Echtzeit via Push benachrichtigt und kann beispielsweise die Kreditkarte direkt in der App überall entsperren und sperren. Soweit sind die Funktionen auch in anderen Apps denkbar. Neu ist hingegen, dass man statt einer langen IBAN künftig nur noch die Mobilfunknummer eines anderen registrierten Kunden benötigt, beziehungsweise diese im Telefonbuch gespeichert haben sollte. Transaktionen und Vorgänge sollen via Videochat legitimiert werden, sodass in der Theorie kein Service vom Schalter vermisst werden sollte.

Neue Wege geht o2 auch beim Zins. Unter dem Motto „Megabyte statt Magerzinsen“ verspricht o2 allen Kunden, die neben dem Banking auch Mobilfunkleistungen aus eigenem Hause nutzen, zusätzliches Datenvolumen für die Nutzung als Gehaltskonto, Transaktionen und Kreditkartenzahlungen.

Deshalb könnte o2 als Bank erfolgreich sein

Wie erfolgreich der Vorstoß des Mobilfunkanbieters wirklich wird muss sich noch zeigen. Ich persönlich sehe die reelle Chance, dass o2 hier mit der, erstmal verwunderlich anmutenden, Idee voll ins Schwarze getroffen haben könnte. Vor allem dann, wenn die App auch sonst wirklichen Mehrwert bietet könnten IBAN Verzicht und mobiles Datenvolumen statt inflationsbereinigten Negativzinsen jüngere Generationen tatsächlich ansprechen. Andererseits starten Mobilfunkanbieter ja häufig „neue Innovationen“ und viele davon gehen wieder unter. Ein Beispiel ist die App Gettings, die ebenfalls unter Telefónica wieder eingestampft wurde. Ich persönlich vermisse in der Ankündigung einen Hinweis auf Zahlungen via NFC, die sich geradezu anbieten müssten, bei einem Bankkonto für das Smartphone.

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