Öffentliche WLAN-Netze clever realisiert: Hotspots über Glasfaser-KVz

Es ist keine neue Idee, aber sie wurde wieder einmal aufgegriffen: öffentliche WLAN-Netze lassen sich durch das Ein- oder Aufbringen von Wifi-Antennen auf Kabelverzweiger-Kästen realisieren. Gerade in Stadtnetzen mit Glasfaserkabeln ist das eine platz- und kostensparende Alternative zu anderen Hotspot-Technologien und Antennen.

SM!GHT: Die schlaue Stadt aus einer Hand

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen, der NetCom BW GmbH, ein Joint Venture für des Ausbau von Smart Cities geschaffen: SM!GHT. Die Abkürzung für „Smart City Light“ weist zwar vor allem auf die WLAN- und Vernetzungsmöglichkeiten für Straßenlaternen hin, jedoch gibt es auch Produkte zur Erweiterung von Kabelverzweigern (KVz).

SmightDer Planer und Ausstatter zeigt auf seiner Seite smight.com vor allem Lösungen in Form von Säulen und Laternen. Mit ein paar Gedanken zu deren Erweiterung kommt man schnell auf den Gedanken, dass auch bald hierzulande Hotspots wie in New York möglich sein könnten.

KVz und WLAN: Wie das trotz Metallgehäuse gehen soll

Gerade in städtischen Ausbaugebieten reichen zu den kleinen oder teilweise auch recht großen grauen Kästen der Telekom schon sehr leistungsstarke Glasfaserleitungen. Diese werden in den Kästen verzweigt und für FTTH- oder (V)DSL-Anschlüsse in die umliegenden Häuser geführt.

In den Kästen ist meist auch noch Platz für zusätzliche Anschlüsse, wie zum Beispiel der Technik von SM!GHT, welche in Form eines unscheinbaren grauen Bauteils die Glasfaserleitung nutzt, um ein WLAN-Netz zu realisieren. Das einzige Problem dabei: WLAN, das aus dem KVz strahlt, wird kaum beim Nutzer ankommen, weil der Verteilerkasten aus Metall besteht, welches die Strahlen abhält.

Die Lösung: stabile Teller-Antennen für die Oberseite der Verteilerkästen. Diese runden Antennen, welche relativ flach auf dem KVz aufliegen, werden von dessen Inneren mit dem WLAN-Signal gespeist und tragen es nach außen. Eine robuste Bauweise und sichere Anbringung soll sie vor Beschädigungen schützen.

5G dank Straßenlaternen: Ein Lösungsansatz für schnelle Netze

Für das Internet der Dinge (IoT), Streaming-Dienste, die immer intensivere Nutzung von Endverbrauchern für alle möglichen Dinge, für die Vernetzung von Behörden, Ämtern, Firmen und Personen und für vieles mehr soll in Zukunft der Mobilfunk der 5. Generation sorgen.

Da je nach Frequenzbereich dieses Mobilfunkstandards, welcher international so ziemlich gleich sein soll, ein engmaschiges Netz von Sende- und Empfangstechnik benötigt wird, könnten die neuen bzw. verbesserten Lösungen der Firma SM!GHT durchaus ein passender Schritt in die richtige Richtung sein.

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