Paneuropäische Telekom: Internationalisierung, Virtualisierung und Modularisierung

Aktuell ist die Telekom in 13 Ländern Europas tätig. Dabei gibt es allerdings ein Problem: die einzelnen Unternehmen nutzen nicht die gleiche Technik zur „Produktion“ genannten Realisierung von Telefonie, SMS, TV, Internet und anderen Diensten. Das soll sich nun ändern und alles vereinheitlicht werden.

Ein Imperium wird EINS: Paneuropäisches Telekom-Netz

Dass die einzelnen Techniken in den 13 Ländern, in denen die Telekom aktiv ist, sich nicht gleichen, untereinander gar inkompatibel sind, liegt daran, dass die Unternehmen nicht unter einem Dach gegründet wurden. Vielmehr hat die Telekom in den einzelnen Ländern die bereits bestehende Konkurrenz aufgekauft und bisher einfach die vorhandene Technik weitergenutzt.

Diese, so die Telekom, sei nun aber schon teilweise mehr als 10 Jahre alt und basiere noch auf Hardwarelösungen. Um die Internationalisierung des Netzes voranzutreiben bedarf es aber der Digitalisierung. Es wird auf „Standard-Hardware mit maßgeschneiderter Software“ gesetzt, sagt das Unternehmen in einem Marketing-Video.

Einzelne Leistungen als individuelle Module für jeden Markt

Telekom - Internationalisierung, Virtualisierung und ModularisierungJedoch unterscheiden sich die 13 Märkte voneinander, sodass nicht jedes Angebot in jedem Land im gleichen Maße genutzt wird. Daher will die Telekom auf Software basierende Module schaffen. Im Bereich TV kann das einmal das lineare Fernsehen, dann Video on Demand, überdies zeitversetztes Fernsehen und ein HD-Recorder als nicht softwarebasierte Service-Komponente sein. Diese vier Module kann nun jede Telekom in den 13 Ländern marktspezifisch kombinieren, bewerben und preislich gestalten.

Auch andere Services wie SMS, Telefonie, E-Mail, Voicemail und dergleichen mehr sollen statt auf Hardwareprozessen eher IP-basiert und durch Software produziert angeboten werden. „Der Aufbau eines paneuropäischen Netzes sorgt nicht nur dafür, dass die Deutsche Telekom auf den lokalen Märkten wettbewerbsfähig bleibt, sondern schafft gleichzeitig konzernweite Synergieeffekte in ganz Europa.“, gibt das Unternehmen an.

Deutsche Telekom Pan-Net mit Sitz in Bratislava

In Bratislava, Slowakei, wurden das Management und die Steuerung der neuen, länderübergreifenden Infrastruktur der Telekom eingerichtet. Dies geschah bereits im Mai 2015 und der Name dieses Management-Centers lautet „Deutsche Telekom Pan-Net“. Es soll die zentrale Anlaufstelle für alle übergreifenden Anliegen der jeweiligen Telekom-Töchter werden.

Die Verhandlungen mit IT- und NT-Lieferanten für den gesamten Konzern sind ebenfalls Teil des Tätigkeitsbereichs von Deutsche Telekom Pan-Net. Die Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sind Kerstin Günther, früher SVP Technology Europe, und Sven Hischke, der gleichzeitig das Pan-IP-Transformationsprogramm der Deutschen Telekom leitet.“, gibt die Telekom bekannt.

Die Schaffung von einheitlichen und internationalen Techniken für die Realisierung des Angebots und der Services wie Telefonie, Voicemail und SMS sind auch eine Vorbereitung auf die Abschaffung der Roaming-Gebühren innerhalb der EU.

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