Steuern: Apple zahlt dem italienischen Fiskus 318 Mio. Euro

Das auf den Geschäftsgewinn Steuern anfallen, das dürfte jedem Unternehmen klar sein. Auch der Technik- und Software-Entwickler Apple musste sich im Rahmen eines Rechtsstreits in Italien diesem Fakt stellen. Die Folge: Apple zahlt dem italienischen Fiskus eine Summe von rund 318 Millionen Euro.

Steuerermittlungen dauerten Jahre

Insgesamt fünf Jahre sollen die Ermittlungen angedauert haben. Die Zahlung der dreistelligen Millionensumme sei für Apple ein Ausweg gewesen, um weiteren Ermittlungen sowie einer Anklage wegen Steuerhinterziehung zu entgehen. Das alles sowie über weitere Details des Rechtsstreits berichtet die italienische Zeitung la Repubblica.

Aplle SteuernSo wird auch aufgezeigt, dass der Beschluss über die Zahlung nicht von heute auf morgen gefallen sei. Vielmehr gingen ihr monatelange Verhandlungen voraus, an deren Ende dann ein Abkommen formuliert wurde. Die italienischen Behörden sahen sich dabei einem Pool aus Anwälten von Apple gegenüberstehen.

Die Vorwürfe gegen die Firma aus Cupertino gingen von der Nicht-Erklärung des Einkommens hin zur Nicht-Entrichtung der Körperschaftssteuer. Insgesamt soll es um 880 Millionen Euro gegangen sein, welche sich als nicht gezahlte Steuern in den Jahren von 2008 bis 2013 summiert haben.

Apple agiert in Europa von Irland aus

Ob europäische Firmen oder jene, die von anderen Kontinenten auf diesen Markt kommen: alle wollen sie möglichst günstig agieren und wenig Steuern zahlen. Für Apple hat sich da Irland als recht lukrativ erwiesen. Geistiges Eigentum etwa wird bei einer eigenständigen Sub-Firma lizensiert, an welche die anderen Tochterfirmen dann ihre Zahlungen leisten. Deren Gewinn wird somit gemindert, das Geld bleibt aber im Konzern.

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