Swiss: An Bord der Boeing 777-300ER darf zukünftig telefoniert werden

Die Flotte der Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat Zuwachs bekommen. Die neuen Maschinen des Typs 777-300ER von Boeing bieten überdies ein neues Nutzungsmodell für den Mobilfunk an Bord: neben einem Internetangebot dürfen Passagiere in Zukunft auch die Möglichkeit zur Telefonie nutzen.

Vorerst ist dies allerdings nur im Rahmen eines (Achtung: Wortwitz) Pilotprojekts geplant.

Lufthansa-Tochter überrascht mit Telefonie-Ermöglichung

Die Swiss ist eine Tochtergesellschaft der Lufthansa. Beim Mutterkonzern sowie auch bei der Schwestern-Airline Austrian Airlines ist das Telefonieren während eines Flugs untersagt. Der Grund ist dabei nicht die sensible Technik des Fliegers, sondern vor allem die Rücksichtnahme auf Mitreisende, welche sich durch Telefonate gestört fühlen könnten.

Deshalb überrascht es schon ein wenig, dass bei der Swiss ab dem 1. Februar 2016 Telefonate auf Langstreckenflügen erlaubt sein sollen. Bisher handelt es sich um die Linienflüge zu diesen Zielen (sowie mit den oben benannten Maschinen):

  • Bangkok
  • Hong Kong
  • Los Angeles
  • San Francisco
  • Sao Paulo
  • Tel Aviv

Einjährige Testphase wird zur Bewertung der Telefonie-Zulassung führen

Swiss Air Lines GSMDie Möglichkeit zur Telefonie im internationalen Luftraum wird vermittels des Roaming-Angebots des Providers Aeromobile realisiert. Der Minutenpreis beträgt hier saftige 5 Euro. Eine SMS ist dabei schon für 1,40 Euro zu haben. Telefonate sollen ab dem 1. Februar 2016 für ein Jahr auf den genannten Flügen – außer bei Nachtflügen – erlaubt sein.

Die Kundenerfahrungen würden dann ausgewertet und für das weitere Vorgehen in Betracht gezogen. Im Grunde gibt es dann drei Möglichkeiten: eine Telefonie-Erlaubnis auf allen Flügen, ein Beibehalten des Telefonie-Verbots oder die Einrichtung von Bereichen im Flieger, in denen telefoniert werden darf.

Nicht nur der Tomatensaft, auch die Preise für WLAN sind gepfeffert

Auf den Langstreckenflügen wird es natürlich auch WLAN geben, das ist bei vielen Fluggesellschaften und besonders bei jenen der Lufthansa schon längst Standard. Für viel mehr als Mails und Messenger sollte das drahtlose Netzwerk aber nicht genutzt werden. Dies sind die einzelnen Preise für die einzelnen Datenpakete:

  • 20 MB Volumen: 9 Franken bzw. 8 Euro
  • 50 MB Volumen: 19 Franken bzw. 17 Euro
  • 120 MB Volumen: 39 Franken bzw. 35 Euro
  • 50 MB Volumen (Erste Klasse): kostenlos

Wer im Flugzeug günstiger surfen will, der sollte den Mutterkonzern Lufthansa nutzen, dort wird stundenweise abgerechnet – das 24-Stunden-Paket etwa kostet nur 17 Euro.

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