Telekom: Bruno Jacobfeuerborn definiert 5G

Der Geschäftsführer des Bereichs Technik bei der Telekom Deutschland GmbH, Bruno Jacobfeuerborn, sieht einen großen Unterschied zwischen den aktuellen und der kommenden, „fünften“ Generation des Mobilfunks. Dieser neue Mobilfunkstandard unterscheide sich „von seinen Vorgängern in vielerlei Hinsicht“.

Keine Definition ist auch eine Definition

Zudem führt Jacobfeuerborn aus, dass es derzeit keine einheitliche und allgemeine Auffassung dazu gibt, was 5G überhaupt bedeutet. Es wurden noch keine genauen Standards festgelegt. Diese Uneinigkeit führt aber auch dazu, dass immer wieder neue Diskussionen angefacht werden. Und diese führen dann wiederum zu neuen Innovationen.

Der Übergang von 4G zu 5G ist fließend

Telekom 5GEine klare Abgrenzung der aktuellsten LTE-Version zur 5G-Technologie ist laut Jacobfeuerborn noch nicht erkennbar: „Angesichts der aktuellen Entwicklungen bei 4G sowie der rein technischen Evolution ist es nicht leicht, zu bestimmen, wo 4G enden und wo die nächste Generation beginnen wird. LTE Advanced ist nicht die letzte Station auf dem Weg zu 5G.

Der Nachfolger – LTE Advanced Pro – zeigt sich in unseren Tests sehr vielversprechend. Die Deutsche Telekom ist mit Betreibern rund um den Globus im Gespräch. Viele teilen unsere Auffassung, dass 4G höchstwahrscheinlich als Bestandeil eines generischen 5G-Standards übernommen wird und somit den Grundstein für dessen Leistungsfähigkeit bildet, um die wesentlichen, vorwiegend auf den Nutzer ausgerichteten Anforderungen mobiler Breitbandverbindungen zu erfüllen.

Einsatz vor allem im B2B-Bereich

Die drei Prioritäten bei der Entwicklung von 5G seien laut dem Geschäftsführer des Bereichs Technik der Telekom folgende: Verbesserte mobile Breitbandverbindungen; enormes aber sicheres Internet der Dinge; und ultrazuverlässige Verbindungen. Am Ende soll ein globales Netz geschaffen werden, das im Hinblick auf die mobile Datenkommunikation Höchstleistungen vollbringt.

Zwar sollen die Privatkunden der einzelnen Betreiber auch davon profitieren, im Vordergrund steht aber die Industrie, welche die entsprechenden Datenraten und andere Vorteile noch mehr benötigt. Zudem führt Jacobfeuerborn an: „Alles in allem bietet 5G grob eine 1000-fach höhere Kapazität, eine 100-fach höhere Verbindungsdichte, eine 10-fach höhere Geschwindigkeit, eine 10-fach geringere Latenzzeit und 1,5-mal mehr Mobilität.

Noch ein langer Weg

Bis Firmen und Privatleute in der Lage sein werden, „virtuelle Netzabschnitte effizient und effektiv zu konzipieren und zu betreiben“ wird es noch einige Zeit dauern. Die Herausforderungen des Netzbetriebs und jene der entsprechenden Nutzung werden sich wahrscheinlich zwischen 2020 und 2030 am stärksten entwickeln.

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