Telekom: Durch Förderung wird FTTH erschwinglich

Glasfaseranschlüsse direkt ans Haus werden von der Telekom in der Regel abgelehnt. Auch deshalb, weil dies kostenintensiver sei, als Vectoring im Kupferkabel zu nutzen. Doch in Bayern kommt es zu einigen Fällen, in denen FTTH (Fiber tot he Home) dennoch praktiziert wird, im Zuge des Breitbandausbaus. Und zwar aus Kostengründen. Wie kann das sein?

Die Telekom erklärt

Medienvertretern gegenüber räumte die Telekom ein, dass es in Bayern tatsächlich bei abgelegenen Ortsteilen oder Gehöften die kostengünstigere Alternative sein kann FTTH zu nutzen. So geschieht dies beispielsweise derzeit in Lauf an der Pregnitz, wo etwa 1200 Anschlüsse mit FTTH ausgestattet werden sollen. Der Hintergrund: Das bayrische Förderverfahren sieht Vectoring für eine Förderung nicht vor.

Im Klartext

Telekom - FTTHIm Klartext bedeutet dies, dass die Bayrischen Politiker bei der Förderung des Breitbandausbaus scheinbar einiges richtigmachen. Die Politik fördert kein Recyceling alter Leitungen via Vectoring, da keiner vorhersehen kann wie viele Entwicklungsschritte im Kupferkabel tatsächlich noch mitgegangen werden können. Durch gezielte Förderung kann bei Gebieten, deren Breitbandausbau durch eine Ausschreibung angestoßen wird, Einfluss genommen werden, der die Telekom in Richtung FTTH lenkt.

Beispiel für Bundesweite Politik

In diesem Zusammenhang stellt sich für den Beobachter im Grunde zwangsläufig eine Frage: Weshalb wird die Politik nicht bundesweit aktiv, ähnlich wie in Bayern, und macht den Standort Deutschland mit gezielter Förderung fit für die Digitalisierung? Bayern zeigt immerhin, dass dies möglich wäre. Und der Streit um Vectoring wäre nebenbei ebenfalls beigelegt.

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