Telekom feiert sich selbst – und verwendet abgenutzte Klischees

Die Telekom feiert den Erfolg ihres Produktes MagentaEINS. Im Rahmen dessen wird eine internationale Kampagne gestartet, in der sich mal nicht – so formuliert es das Unternehmen – „immer alles um die Mütter“ dreht. Nein, man schwenkt von einem Extrem zum anderen und portraitiert nun die „#1 Dads“.

„For #1 dads!“ in sieben Ländern als Kampagne

Mit diesem kurzen Motto will die Telekom die Erfolgsgeschichte ihres Produktes MagentaEINS weiter vorantreiben. Auf sieben Märkten, so gibt das Unternehmen bekannt, soll „ein ganzheitliches Haushaltsbild“ mit Telekommunikation und Television gezeigt werden. Nur die Familie scheint hier nicht EINS zu sein, da nur in eine Richtung gedacht wird.

Telekom for #1 DadsMit der Kampagne ‚MAGENTA ONE. FOR #1 DADS‘ ehren wir den Super-Dad – den Mann, der für seine Familie schlichtweg alles tut. In der Vergangenheit drehte sich bei Markenprodukten mit Fug und Recht immer alles um die Mütter! Wir dachten, dass es jetzt an der Zeit ist, auch ihre Partner einmal ins Rampenlicht zu rücken – die Väter. Hier geht es allerdings nicht um irgendwelche Väter; mit dieser Kampagne feiern wir all die Väter, die noch einen Schritt mehr unternehmen, um ihre Familien glücklich zu machen.“, sagt Hans-Christian Schwingen, Leiter Group Brand Strategy and Marketing Communications bei der Deutschen Telekom.

Ein Beispiel der Werbekampagne

Angelaufen ist die Kampagne schon in der Slowakei, Ungarn, Montenegro und Mazedonien. Die Telekom gibt in ihrer aktuellen Verlautbarung ein Beispiel für einen Spot der Werbeaktion: „Hier geht es darum, dass Papa gerade seine Teenager-Tochter zum Boyband-Konzert begleitet und auf den Schultern trägt, während er zugleich auf seinem Smartphone dank MagentaEINS das aktuelle Fußballspiel seiner Lieblingsmannschaft verfolgt.

Im Grunde geht es also wie immer in der Werbung um die Ausnutzung von Klischees zum angeblich kreativen Übermitteln von Botschaften. Hoffen wir mal, dass irgendwann auch die ganze Familie EINS wird, und nicht nur ein Teil davon, der in manchen Familien gar nicht gegeben ist.

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