Telekom muss HTC-Smartphones aus dem Sortiment nehmen

Ausgerechnet zum wichtigen Weihnachtsgeschäft könnten HTC Smartphones aus dem Sortiment der deutschen Telekom verschwinden. Dafür sorgt ein Verkaufsverbot, welches vor dem Landgericht Mannheim erwirkt wurde.

Die Kläger

Gegen die Telekom war das Lizenzunternehmen Acacia Research Group aus Amerika vorgegangen. Ähnliche Aktionen startete das Unternehmen schon gegen die Hersteller Samsung und Apple, die es dadurch zu Lizenzabkommen drängte.

Dafür durften die Hersteller ihre Geräte dann weiterhin verkaufen. Scheinbar ein lohnendes Geschäft für die Amerikaner. Im Falle HTCs sollen Sprachübertragungstechnologien lizenzfrei in den Smartphones verbaut worden sein.

Die Masche

Telekom und HTCDie Amerikaner gingen deshalb gegen die Telekom vor, weil den Netzbetreibern hierzulande ein erhebliches Maß des Vertriebs zugerechnet wird. Der Plan schien zu sein, dass die Telekom HTC dahin drängt eine Lizenzvereinbarung abzuschließen. Offensichtlich gelang dieser Plan nicht.

Bereits am 27. November erließ das Gericht dann eine einstweilige Verfügung im Sinne des Klägers. Bislang wurde diese nur noch nicht durchgesetzt. Sie wird es aber wohl, wenn es zu keiner einvernehmlichen Lösung kommt.

Womöglich schwerer Schlag für HTC

Da HTC wirtschaftlich recht angeschlagen ist, ist dieser Akt ein umso schwerwiegenderes Problem für den Hersteller. Sowohl ein Lizenzabkommen wäre mit Kosten verbunden, als auch ein Verschwinden aus dem Portfolio der Telekom zum letzten Stück des Weihnachtsgeschäfts.

Allerdings könnte es momentan auch noch die günstigere Alternative sein nicht auf die Forderungen einzugehen. Immerhin richtet sich die gerichtliche Verfügung nur gegen die Telekom. Alle anderen Netzbetreiber und Shops dürfen die Geräte weiterhin verkaufen. Es scheint, als wenn in diesem Wirtschaftskrimi noch einige Kapitel folgen könnten.

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