Telekommunikationsstudie: Weitere Entwicklungen ablesbar

Kürzlich wurde von VATM und Dialog Consult die 17. Telekommunikations-Marktanalyse für Deutschland veröffentlicht. Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, was darin über die Entwicklung der Nutzung mobiler Daten zu finden ist. Auch die sich wandelnden Anteile von Prepaid- und Postpaid-SIM-Karten haben wir betrachtet. Nun wollen wir einen Blick auf die Marktanteile einzelner Mobilfunkmarken und das Telefonieverhalten der Kunden werfen.

Nur leichte Schwankungen am Markt

Von enormen Umbrüchen kann man im Hinblick auf die Marktanteile der einzelnen Netzbetreiber nicht sprechen. Eine große Veränderung ergab sich allerdings aus dem Aufkauf von E-Plus seitens der Telefónica Deutschland.

So konnte beispielsweise die Telekom Deutschland innerhalb von fünf Jahren 3,5 Prozentpunkte gut machen. 2010 lag der Anteil bei 31,9 Prozent; für 2015 werden insgesamt 35,4 Prozent geschätzt. Bei Vodafone schwankt es dagegen ein bisschen mehr. Von 33,7 Prozent in 2010 ging es über 28 Prozent in 2013 und 2014 zu geschätzten 26,2 Prozent in 2015.

die Marktanteile der einzelnen Netzbetreiber

Der Rest entfällt auf die Telefónica mit o2 und E-Plus. Gemeinsam brachten sie es in 2010 auf 34,4 Prozent; für 2015 wird mit 38,4 Prozent gerechnet. Die Telefónica wäre damit – wie auch schon letztes Jahr – Marktführer, was den Erfolg des E-Plus-Aufkaufs bestätigen würde. Vodafone rutscht weiter in Richtung ¼ des Marktanteils.

Sprachminuten stagnieren mobil und steigen bei Datenanwendungen

Eine weitere Übersicht der Studie zeigt die täglichen Sprachverbindungsminuten in Millionen. Lag der Peak der Festnetzminuten in 2007 noch bei 548; so werden sie in 2015 auf 418 geschätzt. Die Mobilminuten stagnieren derweil. Zwar lagen sie in 2007 bei 189, jedoch waren sie in 2012 bei 300; 2013 bei 301; 2014 bei 303; und 2015 bei geschätzten 305.

Sprachminuten stagnieren mobil

Ebenfalls in Millionen angegeben wurden die Sprachminuten, die durch sogenannte Over-the-Top-Anbieter (OTT) realisiert werden. Dazu gehören unter anderem FaceTime, Skype, vt ok und dergleichen. 2007 lag der Wert bei 74 – einen starken Anstieg gab es von 2011 mit 120 auf 2012 mit 179. Für 2015 werden täglich 231 Millionen Sprachminuten über OTT geschätzt.

Die Summe zeigt: es wird mehr telefoniert

Die reguläre Telefonie nimmt zwar immer weiter ab, wenn man die Summe aus Festnetz und Mobilfunk betrachtet, doch insgesamt wird durch die Videotelefonie mehr kommuniziert. Die Summe der drei Werte lag in 2007 bei 811, in 2010 bei 913 und für 2015 geschätzt bei 954 Millionen Minuten am Tag – und das allein in Deutschland. Die Studie finden Sie hier im vollen Umfang.

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