Von Phonebloks zu Ara: Kritik am modularen Google Smartphone

Vor ein paar Jahren schon gab es ein Projekt, das sich intensiv mit der Schaffung eines modularen Smartphones auseinandersetzte: Phonebloks. Google hat mit dem Project Ara ein solches Endgerät geschaffen und will die erste Kundenversion 2017 auf den Markt bringen. Jedoch hagelt es nicht nur Lob für das neue Ara-Telefon: Dave Hakkens, der Initiator im Hinblick auf modulare Smartphones, übt auch negative Kritik.

Modularität mit Abzügen: Kritik von Dave Hakkens

Auf seiner Internetseite nimmt Hakkens den neu eingeschlagenen Weg von Project Ara auseinander. Er zeigt drei wesentliche Veränderungen auf, die es bisher gab und die sich auf seine anfängliche Idee für ein modulares Smartphone ausgewirkt haben.

Als erstes führt er an, dass das kommende Gerät weniger modular ist, als original geplant wurde. So befinden sich im Gehäuse alle Bauteile, die für den grundlegenden Betrieb des Geräts notwendig sind: CPU, Antennen, Sensoren, Akku und Display. Diese Bauteile können nicht ausgetauscht werden – die sechs Blöcke auf der Rückseite sind laut Hakkens nur „Add-Ons“.

Design: klarere Linien, längere Haltbarkeit

PhonebloksDie zweite Veränderung wird als positiv angesehen; denn das Design des Ara-Telefons wurde dem des Phonebloks-Geräts angepasst. Es gibt klarere Linien, die miteinander abschließen und der sogenannte „Pebble Look“ wurde über Bord geworfen. Damit könnte sich eine bessere Haltbarkeit des Smartphones ergeben.

Das originale Projekt mit dem Namen Phonebloks finden Sie übrigens hier.

Project Ara ist kein komplett offenes System

Der dritte Punkt auf der Liste ist wieder etwas negativer angehaucht. Zwar sei es gut, dass Ara ein relativ offenes System sei und dass Entwickler ihre eigenen Module beisteuern können; jedoch gibt Google den Takt an und „macht die Regeln“, wie es Hakkens ausdrückt. Ein so kraftvolles Ökosystem, wie er es ausdrückt, sollte nicht in den Händen einer Organisation sein.

Fazit

Google scheint noch einen langen Weg vor sich zu haben. Im oben verlinkten Artikel von Dave Hakkens wird das Fazit gegeben, dass Ara weniger Kooperationen denn Wettbewerber auf den Plan rufen wird. Jedoch wird positiv hervorgehoben, dass das Projekt derzeit das ambitionierteste sei, wenn es um modulare Smartphones geht.

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