WhatsApp in Zukunft kostenlos, aber mit kostenpflichtigen Zusatzleistungen

Auf der Software Konferenz DLD, die in München abgehalten wird, präsentierte sich Jan Koum, der millionenschwere Gründer des Messengers WhatsApp schlicht in T-Shirt und Jeans. Er gab bekannt, dass WhatsApp in Zukunft keine Abo Gebühren für Nutzer mehr erheben werde. Außerdem äußerte er sich positiv zum Verkauf an Facebook, ohne den Dienste wie Videotelefonie nie möglich geworden wären.

WhatsApp und die Abo Gebühren

Bis heute kostet WhatsApp etwa einen Dollar pro Jahr. Der genaue Preis hängt mit davon ab, ob man in der Vergangenheit gleich mehrere Jahre bezahlt hatte oder seine Nutzung lediglich um ein Jahr verlängerte. Diese Gebühr soll nun endgültig entfallen, nachdem sich viele noch an ihre Verbreitung erinnern.

Gebühren, welche keiner bezahlte

WhatsApp - einen Dollar pro JahrAbgesehen von vielen Android Nutzern haben ohnehin die wenigsten die Gebühr bezahlt. Während die Kostenpflichtigkeit des Systems unter Android tatsächlich bei den meisten Nutzern irgendwann zu greifen begann, berichten die meisten iPhone Nutzer als Reaktion auf die Ankündigung, dass sie ohnehin in ihren Einstellungen einsehen können, dass es sich um ein lebenslanges Abo handle.

Versierte Android Nutzer raten dazu die SIM einmalig in ein iPhone einzulegen und die App zu installieren um denselben Effekt zu erzielen. Auch im eher kleinen Windows Phone- Lager wundern sich Nutzer in einschlägigen Communitys darüber, dass sie ohnehin nie zur Zahlung gebeten wurden. Teils heißt es, dass das Abo sich automatisch immer wieder verlängert habe. Ohne Zahlung.

Liest man diese Berichte, dann darf bezweifelt werden, dass WhatsApp durch die Nutzungsgebühren je die Summen erwirtschaftet hat, die man sich ausgerechnet hatte. Dennoch gilt es für die wenigen Gebühren, die eingenommen wurden einen Ersatz zu finden.

Neue Einnahmequellen

Ersatzweise wird die App nicht etwa mit Werbung ausgestattet, wie viele immer wieder befürchten. Stattdessen sollen Unternehmen zum Umsatz beitragen. Es sollen Möglichkeiten geschaffen werden Kunden innerhalb der App zu erreichen. So könnten etwa Airlines über Verspätungen informieren. Zur Kasse gebeten werden dann voraussichtlich die Unternehmen. Denkbar ist aber auch, dass Nutzer für solche Premium Dienste zu zahlen haben.

Die Umstellung soll im Übrigen erst innerhalb der nächsten Wochen erfolgen. Wer das Pech hat, gerade jetzt für eine Verlängerung zur Kasse gebeten zu werden, der sollte darüber nachdenken, ob er nicht einige Wochen ohne den Dienst überbrücken kann. Auf keinen Fall sollte eine Laufzeit von mehreren Jahren hinzugebucht und bezahlt werden.

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