yourfone: Shops bringen anscheinend nicht den gewünschten Erfolg

Es schien im Grunde ein sehr gut durchgeplantes Geschäft zu sein. Ende letzten Jahres wurde von der Telefónica Deutschland und der Drillisch AG der Grundstein für den Verkauf von yourfone gelegt.

Das neue Jahr war noch gar nicht richtig begonnen, da kaufte Drillisch die Marke auch schon. Im Sommer dann kamen die Shops mit dem lila Emblem. Jetzt haben wir wieder ein Jahresende – und die Shops von yourfone schreiben rote Zahlen.

BASE- und o2-Shops wurden zu yourfone-Läden

Mit der Marke wurden von der Telefónica auch zahlreiche Shops abgetreten – oder anders gesagt: die entsprechenden Shop-Betreiber wechselten im Hinblick auf ihr Angebot und Erscheinungsbild zur neuen, vielversprechenden Marke. Diese hat allerdings nicht die gewünschten Umsätze gebracht. Die Shop-Betreiber sind teilweise recht aufgebracht, was mit einer Drillisch-Aktion gedämpft werden soll.

Yourfone ShopsDie schnelle Umwandlung, die bei vielen der 300 Shops auch mehr oder weniger unfreiwillig geschah, sorgte schon zu Beginn der Umstrukturierungsmaßnahmen für Unmut bei den Betreibern.

Auch dass die Marke yourfone vom Discounter zur Premiummarke wurde, hat dem Geschäft nicht gut getan. Also gab es binnen weniger Wochen in vielen Städten statt BASE- und o2-Läden nun yourfone-Standorte mit nicht so günstigen Angeboten.

Smartphones wurden anfangs nur vermietet

Kurz nachdem die rund 300 Shops von yourfone eröffneten gab es die erste Kritik. Die Smartphones, welche von der Marke vertrieben wurden, waren nur Mietsachen und mussten nach Vertragsende zurückgegeben werden – in einem nutzbaren Zustand. Dieser Fakt war vorerst in den AGB versteckt gewesen. Mittlerweile hat der Kunde die Wahl zwischen Kauf und Miete – der Imageschaden ist allerdings geblieben.

Umsatzeinbrüche und eine Lösung von yourfone

In verschiedenen Berichten werden nun wieder die Stimmen der Shop-Betreiber laut. Und das scheint auch an der Zeit; beklagen doch einige, dass die Verkäufe nach der Umstellung auf yourfone um bis zu 75 Prozent gesunken seien. Einige geben sogar an, dass sie unter der Hand SIM-Karten anderer Marken vertreiben, um von den Provisionen leben zu können. Das alles geht bei manchen einher mit dem Abbau von Personal und der Kürzung der Öffnungszeiten.

Heiko Hambückers, der Vorstand von yourfone, verspricht den Shop-Betreibern nun eine Zahlung der Differenzen zwischen Einnahmen und Kosten (für Miete, Personal, etc.) für ein ganzes Jahr. Seiner Meinung nach liegt der Umsatzeinbruch an den fehlenden Bestandskunden, die bei Monobrand-Shops den Hauptteil der Kunden ausmachen sollen. Die neue Unterstützung ist an Auflagen – u. a. einen Mindestumsatz – gebunden.

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