5G-Netz: Schneller, besser, energieeffizienter – nur die Einführung gestaltet sich schwierig

Die WRC (Weltfunkkonferenz) 2015 hat am gestrigen Montag begonnen.

Wir berichteten bereits, dass für Deutschland die Zielsetzung erst einmal die ist, die Weichen für eine Realisierung des 5G- Ausbaus zur nächsten Ausgabe der Konferenz zu stellen, die alle 4 Jahre stattfindet.

Grund genug die Vorteile des kommenden Standards im Mobilfunk, aber auch die Probleme bei der Einführung, einmal genauer aufzuzeigen.

Schneller und besser

Mit einer mittleren Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s je Nutzer soll die neue Mobilfunktechnik den Geschwindigkeitsstandard im mobilen Internet neu definieren. Auch die Latenz, also die Zeit, um die eine Übertragung von Daten ins Internet verzögert ist, soll von etwa 30 Millisekunden auf 1 MS gesenkt werden.

5G NetzIm Allgemeinen wird dieser Wert auch als Ping bezeichnet. Damit wäre der mobile Standard endgültig auch für Anwendungen nutzbar, bei denen diese Zeiten enorm wichtig sind, wie beispielsweise für Online Gaming.

Auch sollen Netze durch eine andere Netzstruktur besser an steigende Nutzerzahlen angepasst werden und die Energieeffizienz soll steigen.

Probleme bei der Einführung

Bei der Weltfunkkonferenz müssen jedoch zuerst Lösungsansätze geschaffen werden, die eine weltweite Einführung ermöglichen. So müssen sich die Regierungsbehörden der Länder darauf einigen, welche Frequenzbänder neuen Mobilfunktechniken bereitgestellt werden.

Hersteller hätten gerne, um ihre Geräte möglichst günstig und unkompliziert entwerfen zu können, einen einzigen Standard, der bestenfalls weltweit gilt. In der Realität sieht dies kaum durchsetzbar aus, da bereits seit Zeiten vor dem Mobilfunk viele Frequenzen für Radio, Fernsehen, Mobilfunk und andere Dienste belegt wurden und so kaum gemeinsam nutzbare Frequenzen gefunden werden.

Uneinigkeit schon auf Europa- Ebene

Schon auf Ebene eines europäischen Zusammenschlusses konnte man sich kaum einigen, auf welcher Basis man in die weltweiten Verhandlungen ziehen will.

Dabei sind bei der zuständigen European Conference of Postal and Telecommunication Administrations (CEPT), einer Vereinigung die als europäische Stimme auf der Weltfunkkonferenz auftritt, lediglich mögliche Frequenzbereiche eingegrenzt worden, die sich anbieten könnten.

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