Achtung: Apps mit Malware im Google Play Store entdeckt!

(c) Google

(c) Google

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, und in diesem Falle, leider zu spät. Bereits viele Android Benutzer scheinen sich mit Malware aus dem Google Play Store infiziert zu haben. Das amerikanische Unternehmen Lookout Mobile Security warf einen detaillierten Blick in den App Store von Google und fand 32 Apps, die mit Malware infiziert waren. Bei aller Offenheit des Play Stores: auch Google, oder besser gesagt: gerade Google, sollte die eingestellten Apps kontrollieren.

Malware kommt als „BadNews“

Die Malware dieser Apps besteht aus sogenannten „BadNews“. Diese Programme sind laut Lookout Mobile Security als unechte News-Updates getarnt, senden Updates und Einladungen zum Download von ähnlichen Apps, die anscheinend für den Nutzer von Interesse sind. In Wirklichkeit verschlimmert sich das Problem beim Download der neuen Apps erheblich, diese sind nämlich in der Lage, Gerätenummern und Telefonnummern aus den betroffenen Android-Geräten zu kopieren und zu übertragen. Laut der Firma Lookout sind solche Apps an Betrügen beteiligt, wie zum Beispiel Premium-SMS-Systemen. Besondere Schikane dabei ist, dass BadNews als ein aggressives Werbe-Netzwerk per Push-Benachrichtigung designt ist. Das heißt kurzerhand, dass dem Smartphone-Benutzer immer wieder neue Apps vorgeschlagen werden, welche dann letztendlich die betroffene Malware enthalten. Außerdem arbeiten die Malware-Apps zeitversetzt, der Nutzer wird also nicht von Anfang an merken, dass etwas mit dem Android-Gerät nicht stimmt. Das Problem bei Malware ist, dass alle Schutzmaßnahmen präventiv sind. Sind die Malware-Apps einmal installiert, ist es schwer festzustellen, ob bereits Gerätenummern oder Telefonnummern kopiert wurden, oder andere Schaden angerichtet wurde.

Lookout entwickelt Internet-Security und Antivirus-Programme, natürlich auch für Smartphones. Sicherlich liegt es auf der Hand, dass ein Unternehmen, das Antivirus-Programme entwickelt, von einem Fund unsicherer Apps profitiert, durch Publicity und mögliche Käufe der betriebseigenen Schutz-Software. Trotzdem sollte die Warnung ernstgenommen werden, denn Google hat die 32 erwähnten Apps, die von vier verschiedenen Entwickler-Konten stammten, bereits blockiert.

Apps vor allem für russischsprachige Android-User bestimmt

Die 32 Apps waren vor allem für russischsprachige Android-User gedacht und sprachen ein sehr breitgefächertes Publikum an: sowohl Wallpaper-Apps, Rezepte-Apps, Online-Wörterbücher und Spiele waren von der Malware betroffen. Russischsprachige Android-User sollten daher ein Auge darauf werfen, was sie genau aus dem Google Play Store herunterladen. So kam es laut Lookout immerhin zu über 2 Millionen Downloads.

Seien Sie sich also bewusst, dass sich auch im Google Play Store schwarze Schafe verstecken und begrenzen Sie die Apps, die Sie herunterladen, auf wirklich nützliche.

 prepaid-flat.net
logo