Apple erwirbt WifiSLAM, Spezialist in Indoor-Navigation

Apple hat laut dem Wallstreet Journal eine auf Indoor-Navigation spezialisierte Firma, WifiSLAM, erworben. Damit startet Apple im Konkurrenzkampf gegen Google durch.

Wer ist WifiSLAM?

WifiSLAM ist ein Startup, eine neue Firma, die gerade mal 2 Jahre alt ist, und sich der Entwicklung von Indoor-GPS-Systemen widmet. Die Orientierung in Gebäuden erfolgt so über existente WiFi-Router. WifiSLAM ist das Projekt eines ehemaligen Google-Mitarbeiters. WifiSLAM hatte die Technologie bereits an andere Firmen angeboten, aus dem Bereich der Kartographie und der sozialen Netzwerke. Die Übernahme hat letztendlich für über 20 Mio. $ stattgefunden.

WApple Store Londonie funktioniert Indoor-Navigation?

Das System von WifiSLAM orientiert sich in Gebäuden über existente WiFi-Router. Dadurch ist eine verbesserte Orientierung auch im Gebäude selbst möglich. Bisherige Konkurrenten sind Nokia Here und Google Maps, allerdings auf gewisse Orte beschränkt. So wird die Indoor-Navigation vor allem in den USA zur Orientierung in großen Gebäuden wie Museen und Shopping Malls genutzt. Allein in den USA gibt es über 50 kleinere Firmen, die sich der Indoor-Navigation widmen. So werden von Shoppingmalls zum Beispiel Apps angeboten, die dem Besucher helfen, sich im Gebäude zu orientieren.

Wozu das Ganze?

Zugegeben, in einer riesigen Shopping Mall ist so ein Indoor-Service prima. Aber man sollte auch an den Schutz der Privatsphäre denken. Denn wenn wir uns über ein fremdes WLAN-Netz in einem Gebäude orientieren können, können wir auch lokalisiert werden. Der Gedanke daran lässt viele Benutzer aufhorchen. Weiterhin ist zu bedenken, dass dieser Service später eventuell auf zielgerechte Werbung ansetzt, vor allem in Einkaufszentren! Vielleicht werden Kunden demnächst direkt per GPS geortet und geködert, mit speziellen Gutschein-MMS oder ähnlichem Werbematerial über’s Smartphone. Generell benutzen viele Applikationen schon Ortung über 3G oder WiFi, ohne dass es uns bewusst ist. Beispiele hierfür gibt es ausreichend: das iPhone selbst, Ortungsapps der einzelnen Mobiltelefonentwickler wie Apple oder Samsung und das allgegenwärtige Facebook, das einfach unsere Fotos einem bestimmten Ort zuordnet, sobald man die Facebook-App auf dem Smartphone installiert hat.

 

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