Aus der Gerüchteküche: Will Google WhatsApp kaufen?

Seit einiger Zeit wird über den neuen Instant-Chat Googles gepokert. Zuerst hieß es, er heiße Babble (Englisch für „quatschen“), jetzt wurden erste Screenshots veröffentlicht, in denen man klar „Google Babel“ lesen konnte. Trotzdem ist dieser Instant-Messenger noch nicht auf dem Markt erschienen. Was durchgeklangen ist, ist, dass der neue Babel-Messenger alle Chat-Optionen Googles vereinen wird, Hangouts, Google Talk und den Google+ Chat, sowohl für PC als auch für Smartphones.

Was noch mehr Gerüchte aufkommen lässt. Laut Digital Trends könnte Google am Kauf des Instant-Messenger WhatsApp für 1 Mrd. Dollar interessiert sein. Hoch gepokert? Wohl kaum. WhatsApp gehört zu den meist genutzten Apps weltweit und wird von über 130 Mio. Menschen aus über 230 verschiedenen Ländern täglich genutzt.

Möchte Google WhatsApp noch vor der Launch des Babel-Messengers kaufen?

WhatsAppWie sieht es also aus? Möchte Google die Konkurrenz kaufen, bevor es die eigene App auf den Markt bringt? Man muss daran denken, dass die WhatsApp Applikation bislang kostenfrei war. Erst seit Anfang dieses Jahres müssen Android-Benutzer 0,89 € jährlich für die Benutzung des Messenger-Dienstes benutzen, für iOS-Benutzer fällt eine einmalige Gebühr von 0,89 € an, weitere Jahresbeiträge entfallen. Das sind keine hinausragenden Beträge, wenn man bedenkt, dass man den WhatsApp-Messenger auf nahezu jedem Smartphone jederzeit benutzen kann, solange der angeschriebene Kontakt auch WhatsApp benutzt.

Daten-Flats für SMS werden so heutzutage kaum noch gebucht, da ja eigentlich eh alle WhatsApp benutzen, und wenn nicht, dann mailt man halt, um weiterhin kostenpflichtige Kurznachrichten zu vermeiden. Der Ablöser der SMS, der neue Messenger Joyn, ist noch nicht gut ausgebaut und funktioniert zumindest in Deutschland nicht bei allen Anbietern – stellt daher also keine wirkliche Alternative zur SMS dar.

Welche Vorteile würde der Kauf von WhatsApp bringen?

Wie könnte also ein Erwerb der Instant-Messaging-App für Google von Vorteil sein? Als Erstes sollte man im Auge behalten, dass man nicht nur eine App, sondern Kunden kauft, ein ganzes Marktsegment. Diese Kunden werden auch weiterhin die App benutzen. Wenn man dann langsam einen Service mit dem anderen verknüpft, kostenpflichtige Optionen einschaltet, oder diese durch Werbung finanziert, wird das ganze rentabel. Außerdem bietet man so eine Möglichkeit, das eigene soziale Netzwerk, Google+, mit einem Instant-Messaging für Smartphones zu verbinden.

Denn erst kürzlich hat Facebook den eigenen Instant-Messenger auf den Markt gebracht, der sogar VoIP-Funktionen unterstützt. Könnte das die Kampfansage an Facebook sein? Wer weiß. Klar ist, dass Google die Konkurrenz bei diesen Gerüchten die Augen aufhalten wird!

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