EU und China wollen 5G-Mobilfunk entwickeln – die Telekom testet den Duplexbetrieb

Die fünfte Generation des Mobilfunks (5G) soll noch besser werden als LTE (4G) und als alle anderen Vorgänger sowieso. Zwischen der EU und China gibt es nun eine Partnerschaft zur Entwicklung und für den Ausbau dieses Mobilfunkstandards. Indes zeigt die Deutsche Telekom bereits anhand des sogenannten 5G:hauses, was mit dem Duplexbetrieb alles möglich ist. Duplex meint dabei das gleichzeitige Senden und Empfangen auf einer Bandbreite.

EU und China mit gemeinsamer Forschung

Am Montag wurde der entsprechende Vertrag in Peking unterzeichnet. Vertretend für die EU war der deutsche EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft Günther Oettinger zugegen. Von Seiten Chinas wurde der Vertrag vom Minister für Industrie und Informationstechnik Miao Wei signiert.

Zu den wirtschaftlichen und forschungstechnischen Verpflichtungen gehört es laut Vertrag, dass sich die beiden Parteien den Marktzugang im Bereich des mobilen Internets offen halten. Zudem sollen Forschung und Entwicklung gegenseitig unterstützt und damit gemeinsam vorangetrieben werden.

Bis Ende 2015 soll ein Zeitplan stehen

Noch bis zum Ende dieses Jahres sollen vermittels dieser Zusammenarbeit konkrete Ziele erreicht werden. So soll bis dahin beispielsweise das (theoretische) Grundgerüst mit Funktionen, den notwendigen Schlüsseltechniken und einem Zeitplan feststehen.

Mit der Zusammenarbeit sollen auch globale – oder zumindest interkontinentale – Standards geschaffen werden, was u. a. von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) unterstützt wird. Neben China wurden zur 5G-Entwicklung auch Abkommen mit Japan und Südkorea geschlossen. China dürfte aber der wichtigste Markt sein.

Telekom testet Duplex-Betrieb von 5G

Telekom 5GDamit das 5G-Netz noch effektiver wird als alle anderen Netze zuvor, hat die Telekom gemeinsam mit Kumu Networks einen Feldversuch gestartet. Speziell ging und geht es dabei um den Duplex-Betrieb von Funkfrequenzen. Duplex meint, dass die selbe Frequenz gleichzeitig für das Senden und Empfangen von Informationen genutzt werden kann. Dies sorgt für eine bessere „spektrale Effizienz“.

Die Technologie dahinter heißt SIC, was für Self-Interference Cancellation steht, also für die Selbstinterferenzunterdrückung. Getestet wurde in Prag; die Ergebnisse sind laut Telekom positiv und zeigen, dass die SIC-Technologie dazu beitragen kann, das 5G-Netz effizienter zu gestalten.

Alle Infos zum Duplex-Betrieb der 5G-Bandbreiten finden Sie auf telekom.com.

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