Frequenzversteigerung ist beschlossene Sache

Zum Anfang der Woche stimmte der Beirat der Bundesnetzagentur (BNetzA) der diesjährigen Frequenzen-Auktion für den Mobilfunkbereich zu. Stattfinden soll die Auktion im 2. Quartal 2015. Die Mindestgebote sind bereits festgelegt, und so kann der Bund mit mindestens 1,46 Milliarden Euro an Einnahmen rechnen.

Neue Frequenzen ab 2017 nutzbar

In zwei Jahren wird die Verbreitung des Rundfunks auf den DVB-T2-Standard umgestellt und damit werden die neuen Frequenzen im 700 MHz-Bereich frei. Durch die hohen Preise fällt es aber vor allem neuen Anbietern auf dem deutschen Markt schwer, Fuß zu fassen und das eigene Netz aufzubauen. Ein Beispiel dafür ist Liquid Broadband.

Dieser neue Anbieter hätte – theoretisch gesehen – auch bei niedrigeren Einstiegspreisen nicht wirklich einen Vorteil gegenüber den eingesessenen und erfolgreichen Netzbetreibern, da diese ihn sicher überbieten können. Die Reservierung von Frequenzen für Neueinsteiger fordert Liquid Broadband zwar, jedoch wurde dieser Wunsch noch nicht erhört und schon gar nicht umgesetzt.

Schnelleres Internet für das Land

Frequenzversteigerung ist beschlossene SacheDie Frequenzen im 700 MHz-Bereich benötigen nicht so viele Funkstationen und decken dabei eine große Fläche ab. Dadurch wird der Ausbau des mobilen Internets, vor allem in ländlichen Regionen, effektiv gefördert.

Das mobile Breitband wird durch die Auktion aber nicht nur aufs Land, sondern auch auf Autobahnen und auf die ICE-Strecken gebracht. Denn der Ausbau an eben jenen Stellen ist eine Pflichtmaßgabe bei der Zuteilung der Frequenzen.

Der Bund finanziert derweil Glasfaser und Hotspots

Dr. Joachim Pfeiffer, der Vorsitzende des Beirats der BNetzA sagte dazu: „Bundesregierung und Länder haben vereinbart, mit den Einnahmen aus der Frequenzauktion Programme und Maßnahmen zu fördern, die den Breitbandausbau mit Glasfasernetzen und frei zugänglichem WLAN voranbringen.

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