Mitarbeiter- und Kundenzahlen: Neuer Vodafone-Chef zeigt Pläne auf

Gegenüber der WirtschaftsWoche machte der neue Vodafone Chef Hannes Amtsreiter einige klare und interessante Aussagen zur Lage des Konzerns und der angedachten Personalpolitik.

Kundenverlust im Wachstumsmarkt

Während sämtliche andere Mitbewerber einen Kundenzuwachs ausweisen konnten musste Vodafone zuletzt herbe Rückschläge bei den Kundenzahlen einstecken. Hannes Amtsreiter kommentierte dies so, dass man eine Herkulesaufgabe vor sich hätte, wolle man trotz starker Konkurrenten zurück ins Wachstum finden.

Vodafone macht sich kleiner als es ist

Interessant ist aber auch die Aussage, die Amtsreiter bezüglich der Kundenzahlen nachschob. Man mache sich aktuell kleiner, als man wirklich ist. So fließen in die Zählweise, anders als bei anderen Mitbewerbern, keine Kundenzahlen aus dem Geschäft mit in Maschinen verbauten SIM Karten mit ein. Ebenfalls werden Kunden bei Drittanbietern wie 1&1 nicht mitgezählt.

Vodafone LogoEs sei zu überlegen ob man die Zählweise transparenter gestalten sollte um einen realistischen Eindruck zu vermitteln. Was an der Zählweise der Konkurrenten transparenter ist erzählte Amtsreiter nicht. Dies ist schwer zu verstehen. Denn immerhin ist bei deren Zahlen nicht ersichtlich, wie viele Kunden tatsächlich die eigene Preisstruktur wählen. Die Zahlen werden eher künstlich hoch gehalten.

Keine Kündigungswelle

Trotz eindeutigen Sparplänen äußerte Amtsreiter auch, dass Kündigungen nicht geplant seien. Einsparungen sollen eher daherkommen, dass man beispielsweise wichtige Aufgaben künftig nicht mehr von Auftragsnehmern übernehmen lässt, sondern diese selbst erledigt. Jedenfalls dann, wenn dies günstiger ist. Jeder Cent solle umgedreht werden und in den Netzausbau, und damit hoffentlich auch in die Kundenzahlen, fließen.

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