Neue Frequenzen für den Mobilfunk – Drohnen bleiben außen vor

Was sich längst andeutete, durch teils gute Vorarbeit der Staaten, wurde nun bei der internationalen Wellenkonferenz in Genf beschlossen. Dem Mobilfunk stehen neue Frequenzen zur Verfügung. Insgesamt wurden den Mobilfunkern 400 Megahertz zusätzliches Sendespektrum zugestanden.

Weltweites Roaming unter LTE vereinfacht

Besonders hervorhebenswert erscheint die Tatsache, dass Roaming im LTE- Netz in Zukunft deutlich einfacher wird. Den mit einer beinahe weltweit gültigen Harmonisierung auf das begehrte 700 Megahertz Band müssen nun deutlich weniger Hürden bei der Fertigung der Geräte bedacht werden, will man diese weltweit im LTE- Netz betreiben.

Bisher wurde bei Roaming über LTE meist auf das 1800 MHZ Band gesetzt. Doch dieses stand nicht überall zur Verfügung. In den USA beispielsweise fehlte es.

Weitere Frequenzen

Neue FrequenzenWeitere neue Frequenzen wurden im Bereich um die 3,4 bis 3,6 Gigahertz (etwa 200 MHZ) und um die 1,5 Gigahertz (etwa 50 MHZ) für Mobilfunk reserviert. Auch diese Bereiche sind nun laut der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) beinahe weltweit harmonisiert.

Mit den nun zugestandenen Frequenzen müssen die Anbieter aber mindestens 4-8 Jahre auskommen. Denn dann sind erst die beiden nächsten ITU Versammlungen. Ein grober Fahrplan für die Konferenzen steht teilweise aber schon fest. So soll klar sein, dass Mobilfunkbetreiber bei den nächsten Verhandlungsrunden eher mit höherfrequenten Bereichen vorliebnehmen müssen. Dies gibt vor allem auch Satelliten- und Rundfunkbetreibern etwas Planungssicherheit, denen bislang im Zuge der Digitalisierung immer mehr Frequenzen abgesprochen wurden.

Drohnen bekommen keine Frequenzen

Drohnen hätten gerne die Frequenzen 10,95-14,5 und weitere zugesprochen bekommen, mussten aber vorerst mit einer Ablehnung leben. Denn die genannten Frequenzen werden derzeit maßgeblich von Satellitendiensten genutzt, die heftigen Widerstand leisteten. Es wäre beim Überflug einer Drohne ein Ausfall ganzer Dienste zu befürchten. Damit wurde dieses Thema vertagt um Zeit zu gewinnen und zu erforschen wie sich solche Probleme vermeiden lassen.

Ebenfalls auf die kommenden Verhandlungsrunde in 4 Jahren wurde die Frage nach neuen Frequenzen für WLAN vertagt. Das immer enger werdende Netz aus WLAN Netzen könnte durch weitere Frequenzen, auf denen die einzelnen Netze verteilt werden können, gerade in eng bevölkerten Nachbarschaften einige Störungen durch Indifferenten erheblich beschränken.

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