Empörung im Netz: plant die Telekom eine mögliche DSL-Drossel?

Wo rauch ist, ist auch Feuer, sagt ein Sprichwort. Und die Deutsche Telekom scheint in ihrem Blog nicht sonderlich daran interessiert zu sein, dieses Feuer zu löschen. Im Netz kursiert in vielen Foren das Gerücht, dass die Telekom eine mögliche DSL-Drossel plant. Und tatsächlich wird im offiziellen Blog der Telekom nicht dementiert, sondern es wird verteidigend erklärt, aus welchem Grund es zu solch einem Einschnitt kommen könnte. Das Resultat: Empörung der Telekom-Kunden.

Kein Dementi: am Gerücht scheint etwas dran zu sein

Modem MorguefileIm offiziellen Blog wird nicht dementiert, sondern verteidigt. Das benötigte Datenvolumen im Netz steige täglich, heisst es. So müsse das Netz ausgebaut werden, um weiterhin Highspeed-Internet und Service ohne Unterbrechung bieten zu können. Ob das der einzige Grund ist, ist fraglich. Viel mehr hat es in letzter Zeit Streit zwischen der Telekom und Online-Videodiensten wie YouTube, Lovefilm und Co. gegeben. Kunden schauen hier Videos und nutzen so ein enormes Datenvolumen, während die Telekom keine zusätzlichen Einkünfte durch Werbung wie bei Ihrem Fernseh- und Videopaket Entertain einkassieren kann. Die Videobetreiber sehen es aber nicht ein, sich an den Kosten zu beteiligen. Zu bedauern sind weder Telekom noch Videobetreiber, beide Seiten verdienen genügend Geld und sollten Ihre Probleme nicht auf den kleinen Kunden abwälzen. Und unter keinen Umständen ist eine Drosselung auf sage und schreibe 384 kBit/s gerechtfertigt. Bei diesen Volumen müssten sich viele Kunden, die zum Beispiel eine Home Office betreiben, einen anderen Internetbetreiber suchen. Kunden drohen im Blog mit einer Beschwerde beim Kartellamt, falls die Telekom und andere Netzbetreiber Drosselungen einführen.

DSL-Tarife in Deutschland total überteuert

So sehr die Telekom sich auch beschwert, sahnt sie doch kräftig ab: in keinem europäischen Land sind die DSL- und Anschlusspreise so überteuert wie in Deutschland. Nicht nur, dass man in keinen anderen Ländern Steuern wie die GEZ-Gebühr bezahlt. Auch die monatlichen DSL-Preise liegen in vielen Staaten im Durchschnitt bei 20 €, während die Datenübertragungsgeschwindigkeit erheblich höher ist. Vor allem Kunden in ländlichen Räumen müssen horrende Preise zu schlechten Bedingungen in Kauf nehmen. Wenn da noch eine Datendrosselung eingeführt werden soll, kann man direkt über das Smartphone oder den Surfstick surfen.

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