Telefónica: Smarte Messung der Luftverschmutzung per Mobilfunkdatenanalyse

In einem interessanten Pilotprojekt in Nürnberg will Telefónica Deutschland in Nürnberg helfen die Luftverschmutzung durch Feinstaubbelastung CO² Belastung und Sickstoffoxid genauer und effizienter zu messen, sodass in der Folge Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Luftverschmutzung messen mit und ohne Smarter Mobilfunk Methode

Bislang hatten Städte versucht Anhaltspunkte zu Emissionen zu erlangen, indem Personen dafür bezahlt wurden an entsprechend frequentierten Hauptverkehrswegen zu sitzen und Fahrzeuge zu zählen. Daraus wurde dann abgeleitet, wie hoch die Belastung in der Luft ausfällt. Nachteil der Methode: Es kommen eher geringe und recht ungenaue statistische Daten zutage.

Luftverschmutzung mit Mobilfunkdaten berechnen

Nun, durch die Messung via Mobilfunk, will Telefónica eine „Smarte Methode“ anbieten, wie das Unternehmen selbst es nennt. Durch Bewegungsdaten, die bei jedem Kontakt zum Mobilfunknetz, also dem mobilen Internet oder SMS und Telefonie, erhoben werden soll ein genaueres Bild über größere Zeiträume und die gesamte Umgebung erhoben werden. Rückschlüsse auf das genutzte Verkehrsmittel geben etwa Geschwindigkeit und Route (etwa bei Bussen, die immer derselben Strecke folgen). Mit E-Plus und o2 ist Telefónica Deutschlands größter Anbieter nach Kundenzahlen, sodass hier wohl auch die genausten Werte zutage gefördert werden können.

Gegenmaßnahmen

Infolge der erhobenen Daten können Städte viel effektiver als bisher Gegenmaßnahmen einleiten. Diese ändern sich nicht im Vergleich zu früher. Weiterhin sollen effizientere Verkehrsmittel, Anreize den Nahverkehr statt des Autos zu nutzen und ein Ausbau der Radwege helfen die Belastung zu senken.

Ändern kann sich durch das Projekt aber die Auswertung zur Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen. So kann bereits jetzt der Wert vergangener Jahre verglichen werden um zu erkennen, ob damals ergriffene Maßnahmen etwas bewirkten.

Sind die Kundendaten sicher?

Sicherlich ist eine Frage für die Telefónica Kunden angesichts solcher Meldungen immer auch die, ob dadurch nicht ihre Privatsphäre verletzt wird. Einerseits bietet der Konzern, wie hier berichtet wird, ein Opt Out zur Datennutzung in solchen Arten an, andererseits werden die Daten auch in drei Schritten anonymisiert. Rückschlüsse, so versichert das Unternehmen, auf einzelne Personen sind danach unter keinen Umständen mehr möglich. Lediglich die Ströme gewisser Menschenmassen lassen sich noch beobachten.

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