Telekom CombiCards Teens: Abmahnung wegen kostenloser Elternrufnummer

Wegen irreführender Werbung wurde jüngst die Telekom von der Verbraucherschutzzentrale in Baden-Württemberg abgemahnt. Wie dies zustande kam und was Sie beim „CombiCard Teens“-Tarif der Telekom noch beachten müssen, das erfahren Sie in diesem Artikel.

Die angeblich kostenlose Elternrufnummer

Die Zielgruppe von Mobilfunkanbietern wird immer jünger und so erweiterte auch die Telekom ihr Angebot um einen Tarif, der auf Kinder und Teenager zugeschnitten ist. Auf ihrer Internetseite bewarb die Telekom den sogenannten CombiCard Teens dann unter anderem mit der Kostenkontrolle durch Prepaid, der Sperrung von Sonderrufnummern und auch mit der angeblich kostenlosen Elternrufnummer. Lediglich durch einen im Fließtext eingebundenen Link auf weitere Informationen zum Tarif wurde ersichtlich, dass ein Anruf auf die entsprechende elterliche Nummer nur in den ersten 30 Sekunden des Anrufs kostenfrei ist.

Verbraucherzentrale erkennt illegales Verhalten

Dunja Richter, zuständige Juristin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, sagt zur Werbung der Telekom: „Was als kostenfrei beworben wird, muss auch tatsächlich kostenfrei sein.“

Kurzum: Was die Telekom auf ihrer Webseite betrieben hat, war irreführende Werbung. Und die ist schlicht verboten. In der Zwischenzeit hat die Telekom allerdings schon eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Weitere irreführende Werbung soll nun unterlassen werden und die bestehende von der Internetseite gelöscht bzw. wahrheitsgemäß angepasst werden.

Weitere Details und Kostenfallen des Tarifs

Preppaid-Karte für Kinder
Eine SIM-Karte mit dem „CombiCard Teens“-Tarif kann von Eltern mit gültigem Telekom Mobilfunk-Vertrag bestellt werden. Dafür ist ein einmaliger Betrag von 19,95 Euro zu entrichten; das bereits vorhandene Guthaben beträgt 10 Euro. Als Elternrufnummer kann entweder jene der Hauptkarte oder eine Festnetznummer bestimmt werden. Für 4,95 Euro kann die Nummer unter 2202 geändert werden. Nach den ersten 30 Sekunden den Anrufs auf die Elternrufnummer greift die voreingestellte Tarif-Option „Xtra Nonstop“. Dass diese Option voreingestellt ist und dass sie monatlich 99 Cent kostet wird auf der Werbeseite der Telekom auch nur vermittels einer Fußnote bekannt gegeben. Im Haupttext wird von einer Grundgebühr in Höhe von 0 Euro gesprochen.

Eine Alternative mit kostenloser Elternrufnummer

Ist das Kind einmal mit einem Handy ausgestattet und soll bzw. will etwas berichten, dann dauert dies meist länger als 30 Sekunden – gerade wenn ein Unfall geschehen ist oder das Kind aus anderen Gründen aufgeregt ist. Ist dann auch noch das Guthaben aufgebraucht, dann sollte die Elternrufnummer kostenlos anzuwählen sein, damit nach einer halben Minute die Verbindung nicht einfach unterbrochen wird. TOGGO Mobile ist ein Anbieter, der eine vollkommen kostenlose Elternrufnummer und weitere (kostenfreie) Vorteile anbietet, haben wir Ihnen in diesem Bericht vorgestellt.

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