Unitymedia – Verbraucherschützer siegen in Sachen Hotspot vor Gericht

Eine Niederlage vor Gericht musste Unitymedia hinnehmen. Das Urteil ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, wurde jedoch erst jetzt bekannt. Demnach darf Unitymedia Kundenrouter nicht weiter ohne ausdrückliche Zustimmung als WLAN Hotspot nutzen. Was könnte sich nun ändern?

Verbraucherschutz siegt gegen Unitymedia

Zwar vermutlich nur einen Etappensieg, da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, aber immerhin einen Sieg konnten Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale bereits Anfang Mai gegen Unitymedia erringen. Demnach ist es dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber nicht gestattet WLAN Router der Kunden ohne deren aktive Zustimmung in Hotspots zu verwandeln.

Was könnte dieses Urteil bedeuten?

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig und Unitymedia könnte noch in weiteren Instanzen dagegen angehen. Wenn dies aber nicht geschieht müsste der Kabelnetzbetreiber eventuell einen großen Teil der Kundenrouter wieder aus dem Netzwerk nehmen und die aktive Zustimmung der Kunden einfordern.

Unitymedia LogoZur Einführung hatte Unitymedia Kunden nämlich nur dann außenvor gelassen, wenn diese aktiv widersprachen. Dies könnte das momentane Netzwerk empfindlich verkleinern. Kunden, die erst nach Einführung der Funktion zu Unitymedia wechselten dürften unserer Ansicht ihre Zustimmung aber mit Vertragsabschluss aktiv gegeben haben.

Zwiegespaltener Verbraucherschutz

Auf der einen Seite befürworten und begrüßen die Verbraucherschützer das WLAN Netzwerk zwar sogar, gehen aber gleichzeitig dagegen vor. Dies erscheint tatsächlich nahezu schizophren. Der Kunde habe eben selbst zu entscheiden, ob sein Router genutzt wird. Weshalb aber gleichzeitig für die Nutzerdaten Verwendung bei anderen Anbietern, die keinerlei Mehrwert für den Kunden selbst bietet, das gleiche System verwenden darf ohne vor Gericht gezerrt zu werden erscheint uns sehr fraglich.

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